Weinseminare im 1. Halbjahr 2019

Wir haben unsere ersten Termine & Themen für Weinseminare eingetütet.Los geht’s im Januar mit unserem Seminar ‘Basics’, gefolgt von dem sehr spannenden Blick nach Chile & Argentinien. Im April folgt schliesslich eine vinologische Rundreise durch Italien.

Basics: Was ist Wein? – Was kann ich schmecken? – Wie wähle ich Wein aus?

Typische Weiß– und Rotweine werden verkostet um Ihre Sinne für Farbe, Geruch und Geschmack zu sensibilisieren. Einkauf, Lagerung und richtiges Servieren ist danach für Sie ein Kinderspiel…
ca. 10 Weine, Teilnehmerunterlagen, Preis: 29,- Euro
Das Seminar dauert ca. 2-3 Stunden
Ort: Wirtz Wein & Kulinarisches im Kloster Geistingen, Waldstr. 21, 53773 Hennef

Termin: Samstag, 19. Januar 2019 / 18-21 Uhr

‘Bella Italia’ – Potential ohne Ende!

Man munkelt, dass die Italiener selber gar nicht wissen, über wieviele unterschiedliche Rebsorten sie eigentlich verfügen… Zwar versuchen die Winzer auch mit ‘internationalen Sorten wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Merlot & Co. die Aufmerksamkeit der interenationalen Weinszene auf sich zu lenken, aber die wahre Größe steckt dann eher in den heimischen Sorten wie Sangiovese, Barbera, Verdicchio … Die Liste ließe sich endlos fortführen – wir machen mal den Anfang und starten mit 8-10 Weinen:

ca. 10 Weine, Preis: 29,- Euro
Das Seminar dauert ca. 2-3 Stunden
Ort: Wirtz Wein & Kulinarisches im Kloster Geistingen, Waldstr. 21, 53773 Hennef

Termine:
Samstag, 16. Februar / 18-21 Uhr
Samstag, 13. April 2019 / 18-21 Uhr /Ausgebucht

‘El Classico’ – das Südamerika-Duell

Bis zur Jahrtausendwende waren Weine aus Chile & Argentinien ‘schwer in Mode’. Plötzlich wurde es dann still um Malbec, Carménère & Co.: zu fett, zu schwer, zu untrinkig. Dabei haben beide Länder aufgrund ihrer geografischen Besonderheiten die besten Vorraussetzungen um präzise & elegante Weine zu produzieren. Es wird daher höchste Zeit, die Weine aus den Ländern am Fusse der Anden mal wieder über die Zunge rollen zu lassen!

ca. 10 Weine, Preis: 29,- Euro
Das Seminar dauert ca. 2-3 Stunden
Ort: Wirtz Wein & Kulinarisches im Kloster Geistingen, Waldstr. 21, 53773 Hennef

Termin: Samstag,  25. Mai 2019 / 18-21 Uhr

2019er Grillseminare mit Feinschmecker-Metzgerei Kraus

Herr Kraus & Herr Wirtz stehen auch in 2019 mit Grillzange und Korkenzieher wieder für euch zur Verfügung! Wir starten mit unseren Grillseminaren am 7. Mai 2019 (Dienstag). Weitere Termine sind:

Beginn mit Theorie und Vorbereitung um 16:00 Uhr in der Metzgerei Kraus. Praktischer Grillteil dann bei uns hier in der Weinhandlung. (Gesamtdauer 16-22 Uhr). Eine Anmeldung/ Gutscheine sind sowohl in der Metzgerei wie auch bei uns möglich.

‘Hast du etwas Zeit für mich…

…singe ich ein Lied für dich’. Wer erinnert sich nicht an die berühmten ’99 Luftballons’ von Nena in den 1980er Jahren. Das Wort ‘Zeit’ möchte ich aber gerne wieder in die Erinnerung der Weintrinker rufen. Wir sind heutzutage -wie in vielen Bereichen des Alltags- gewohnt, etwas genau für den Konsum jetzt-hier-und-heute zu kaufen. Korken raus, rein ins Glas, ‘Hurra-die-Waldfee’ Genuss und Spass verspüren. Das funktioniert auch mit vielen Weinen recht unproblematisch, wenngleich auch hier etwas Geduld für das ungleich größere Geschmackserlebnis sorgen würde.
Was ist aber mit Weinen, die in dieses Schema nicht passen? Sie fallen in Verkostungen in der Regel gnadenlos durch! Nehmen wir einen Barolo aus dem Piemont. Vinifiziert aus der Nebbiolo-Traube, die fast ausschliesslich in und um die Provinz Alba produziert wird. Eine Traube voller Gerbstoffe, voller Säure, verhalten in der Farbe, speziell und unverwechselbar zugleich. Drei Jahre Fassreife sind laut Disziplinar obligatorisch, danach noch eine gewisse Zeit auf der Flasche. Aktuell ist der 2014er von Bel Colle verfügbar. Ein genauso unfertiger wie faszinierender Wein aus der berühmten Einzellage ‘Monvigliero’. Hatte bei Vino & Kino mit seiner Strenge, mit seiner Jugendlichkeit, keine Chance gegen die ‘charmanten’ Rotweine aus Spanien. Ein schlechter Wein? Nein, ein Wein voller Mystik und Faszination, den ich als ‘Rest’ aus der Verkostung geniessen durfte! Da war er 3 Tage offen und zeigte schön, wo die geschmackliche Reise hingeht. Feine ätherische Fruchtnoten, etwas Toffee, viel Gewürz, saftige Säure, zupackendes Tannin, das nicht ruiniert.
Oder der Amarone von Biscardo. Bis vor 3 Wochen durfte ich noch vor dem 2013er niederknien, ein umwerfender Wein! Nun ist dieser Jahrgang komplett, vergriffen, der 2015er ist nun aktuell im Verkauf. Natürlich ist dieser noch etwas kratzig am Gaumen, noch nicht in kompletter Harmonie verwoben. Aber auch hier: 4 Tage offen – und meine Frau sagt ‘was für ein toller Wein!’

Was bedeutet das für Sie als Kunde & Konsument? Sie müssen mutig sein. Sie müssen mutig & gewillt sein, einen Wein heute zu kaufen, den Sie besser erst morgen trinken. Sie können nicht darauf hoffen, dass Winzer & Händler ständig mit trinkreifen Jahrgängen verfügbar sind. Dass mag bei großen Anbaugebieten, bei unbekannten Anbaugebieten funktionieren. Aber bei berühmten Appellationen funktioniert es garantiert nicht. Sie müssen sich diese Weine nicht kistenweise weglegen – aber ich persönlich habe immer 3-4 sorgsam gereifte Barolo, Amarone, Barbaresco oder Mosel-Rieslinge im Regal. Weil ich weiss, dass diese mir an besonderen Tagen mit besonderen Leuten unvergleichliche Freude bereiten. Weil sie sich geschmacklich vom mainstream genauso abheben wie eben jene Tage. Freunde und Momente. Nehmen Sie sich Zeit. Für sich. Und die Weine!

Rückschau: VINO & KINO Herbst 2018

Seid über 20 Jahren sind wir immer am ersten Montag/ Dienstag im November mit unserem beliebten Dauerbrenner ‘Vino & Kino’ Stammgast im Hennefer Kurtheater.

Trotz eines respektablen Erfahrungsschatzes ist man jedoch vor Überraschungen nicht gefeit. So hat sich während der Montag-Veranstaltung ein digitaler Fehler in unseren Film ‘Ladybird’ eingeschlichen. Die Ausleuchtung der Bilder erinnerte eher an unsere ersten Vino & Kino Veranstaltungen im Jahr 1997, als wir noch mit alter Technik und schlechten Filmkopien der Verleiher kämpfen mussten. Leider lies sich das Problem weder lokalisieren, noch beheben, so dass wir am Dienstag auf den Film ‘Book Club’ wechseln mussten – und dieser strahlte dann in bestem Licht & Ton! Dass dann der Chef höchstpersönlich auch noch einen komplett falschen Wein in die Degustation der 24 Weine ‘eingebaut’ hat, lies sich dann schon eher lokalisieren – und natürlich auch beheben 😉 

Der aktuelle Sommer hat es uns eindrucksvoll bestätigt: Deutschland wird wärmer! Zwar konnten wir den ‘Vin0 und Kino November Temperaturrekord’ aus dem Jahr 2016 (tagsüber 22,3° Cel. !) nicht knacken, jedoch zeigte sich einmal mehr: Weisswein ist ein Ganzjahresthema! Publikumsliebling war hier ‘Dem Müller Franz sein Riesling’, ein Wein wo der Chef erheblich seine Finger mit ihm Spiel hat. Und nein: der Chef hatte diesen Wein weder an seinem Stand, noch hat er ihn besonders gepushed: dieser Wein musste sich ganz regulär gegen die anderen Weissen behaupten! (wobei der Chef auch den Verdicchio aus den Marken, den ‘Axpoint’ aus der Wachau und den Mount Riley New Zealand Sauvignon ganz grandios findet)

Ganz vorne in der Kundengunst bei den Rotweinen lag die spanische Fraktion. Italien mit seinen eckigen & kantigen Weine geht erfahrungsgemäß in Verkostungen immer als zweiter Sieger hervor. So wundert es auch nicht, dass der Barolo ‘Monvigliero’ von Bel Colle abgeschlagen auf dem letzten Platz landete: ätherische Noten, mordsmäßige Säure und massivstes Nebbiolo-Tannin sorgen dafür, dass dieser Piemonteser ‘anstrengend’ daher kommt. Nein, dieser Wein will sich nicht elegant präsentieren, er will sich nicht unterordnen, er will nicht in einer 24er Verkostung gefallen. Dieser Wein fordert die komplette und ungeteilte Aufmerksamkeit – und die hat er dann vom Chef um 1 Uhr nachts bekommen, als Hunderte von Gläsern gespült und mehrere Kubikmeter Equipment wieder verladen waren. ‘Füsse hoch mit Barolo’ – der Chef liebt seinen Beruf!

 

NEU: Oropasso, die weisse Schwester des Neropasso

Der ‘Neropasso’ als Roter mit seinem saftigen Cassis-Aroma hat schon seit Jahren eine treue und zufriedene Trinkerschar um sich geschart. Nun hat uns auch der weisse ‘Oropasso’ so richtig überzeugt. Aus den Trauben Garganega (die ‘Soave-Traube’) und Chardonnay wird dieser saftige und mundvolle Wein gekeltert. Der Chardonnay-Anteil wird fast schon überreif geerntet und verleiht dem Wein ordentlich Bums. Die Garganega-Traube mit ihrer Würze verhindert aber perfekt, dass der Chardonnay uns aromatisch davon galoppiert. Eine tolle, sehr saftige, geschmeidige und ungemein animierende Cuvée. Oder anders: molto lecker!!!

‘Oropasso’ Veneto Bianco IGT 2017 – Biscardo (750ml/ € 8,50 – Literpreis € 11,33)

 

Colors von Cervoles: wenn der spanische Hirsch im Herbst röhrt!

Brunftig geht’s ab Oktober zu, im Gehege der Rothirsche. Mittels der typischen kehligen Laute sollen sowohl die weibliche Welt erobert, wie auch die männlichen Rivalen vergrault werden.

Und was soll ich sagen: auch dieser spanische Rotwein mit dem präsenten Hirschmotiv ‘röhrt’ ohne Ende!

1988 erlangte die Anbauzone Costers del Segre D.O. Status. Geografisch befinden wir uns nordwestlich von Barcelona an den Ausläufern der Pyrenäen.  Die Anbauzone ist zwar heiss und trocken, profitiert aber von der Höhenlage der Weinberge bis auf 1000m. Bereits sehr früh wurden hier neben dem ‘Platzhirsch’ Tempranillo internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Chardonnay ausprobiert.

So wundert es auch nicht, dass dieser Rotwein aus den Händen von Tomas Cusiné so daher kommt, als wäre er schon immer ‘ein guter Freund der Familie’. Grenache, Merlot, Cabernet Sauvignon und Tempranillo wurden harmonisch perfekt kombiniert, der Holzeinsatz des Barriques ist nur unterstützend und zehrt weder an Fruchtfrische noch an Saftigkeit. Bei aller Wucht ist dieser Wein zwar präsent, aber nie opulent, penetrant oder nervend. Für mich ein ganz, ganz großer Wurf mit einem atemberaubenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

‘Cérvoles’ Costers del Segre D.O. 2016 – Celler Cérvoles 

 

 

!! ACHTUNG !!

Aktion bis 31. Oktober 2018 – bei Abnahme eines kompletten 6er Kartons minus 10%
(regulär € 9,95/ 750ml Flasche)

Nordur-Salt: mit dem Rad ein Klacks

Wozu braucht man eine Spedition, wenn zwei Freunde ein Fahrrad besitzen…
So oder so ähnlich könnte der Opener zu einer Geschichte lauten, die skurril begann, tatsächlich stattfand – und nun unbedingt erzählt werden muss!

Ulrich Birkmann & Roman Tripler, meine radelnden Spediteure, waren wirklich in Breiðafjörður, dort ganz oben im Norden, wo niemals die Sonne scheint, der Regen genauso waagerecht prasselt wie der Gegenwind ins Gesicht bläst. Und haben sie mir nun Salz besorgt? Keine Ahnung, auch ich werde mich überraschen lassen 🙂

Am 4. November präsentieren die Beiden in Film, Foto und Ton ihre Geschichte – live im Kurtheater Hennef.
(Beginn: 11:00 Uhr/ Einlass 10:00 Uhr). Karten zum Preis von 15,00 EUR erhalten Sie bei uns im Geschäft, an der Kasse des Kurtheaters und soweit dann noch verfügbar an der Tageskasse. Der Erlös der Veranstaltung wird gespendet!)

 

 

‘Aenaon’ unser Olivenöl aus Griechenland

Begeben Sie sich ‘geografisch-gedanklich’ mit mir zu den ‘drei Fingern’ der Peleponnes, einer der grünsten und fruchtbarsten Regionen Griechenlands. Und nun gehen wir gedanklich zum ‘westlichsten Finger’, der Region Messinien: hier ist die Heimat Ihres/unseres ‘Aenaon’-Olivenöls.

Die Familie Karoumpalis gründete ihre erste Olivenmühle in den 1960er Jahren in der Stadt Medaina, unweit der Stadt Kalamata – die auch Namensgeber für die gleichnamige (Speise-) Olivensorte ist. Stetige technische Fortentwicklung war der Garant dafür, dass die örtlichen Olivenbauern auf die Karoumpalis-Kompentez in Betreuung, Verarbeitung und Vermarktung setzten. So sind heute über 210 klein- bis mittelständische Olivenbauern mit knapp 4000 Hektar Olivenhainen Lieferant der edlen Koroneiki-Olive. Diese Olivensorte ist eher klein, fest, sehr kompakt und somit ‘unattraktiv’ für Schädlinge. Im Gegensatz zu italienischen Olivenölen ‘fehlt’ hier die typische Bitterkeit und Schärfe; weich, rund und fruchtig sind eher die Attribute, die gerade dem deutschen Geschmack sehr entgegen kommen.

Übrigens: das Preis-Leistungsverhältnis des Karoumpalis-Öl ist schlichtweg unfassbar gut!

5000ml Kanister: € 49,90

750ml Glasflasche (eckig): € 8,90

500ml Glasflasche (rund): € 7,50

 

 

 

Jorio 2002 von Umani Ronchi – Alter schützt vor Genuss nicht!

Überrrrraschung!
Ein Montepulciano aus dem Jahre 2002, ‘mittlere Liga’ – ob da noch Spass im Glas ist?
2002 war ein katastrophaler Jahrgang in Italien: viel Regen, Nässe und Fälnisdruck, so dass viele Winzer erst gar nicht in Versuchung kamen ihre Topp-Weine so produzieren. Somit sind dann die besten Trauben in die einfacheren Weine geflossen. Wie sagt man auch so schön: gute Winzer erkennt man in schlechten Jahrgängen.
Jetzt aber genug des Geplänkels: wie ist er denn nun, der ‘Jorio’ Montepulciano d’Abruzzo DOC 2002?
Dichte, tiefrote Farbe. Leicht teerig, Bratensaft, dann mit Luft Preiselbeere und Schwarzkirsche. Blind als Montepulciano zu erkennen. Keine Firne, lebendies Tannin. Es fehlt vielleicht die ganz große Eleganz die der Wein durch ein Barrique bekommen hätte. Aber so ist er wunderbar trinkig, mit Biss und schönem Säurekick. Den könnt ihr gerne belüften oder über mehrere Tage trinken. Diesen Wein hätte ich ‘blind’ auf maximal 4-5 Jahre geschätzt – aber 16 Jahre? Niemals! Hält locker noch 5 Jahre, so meine Vermutung.
Wir haben noch ein paar Flaschen ‘on stock’ – € 8,90 die 075er Pulle

BURGER-Sprechstunde Fr. 14. September 2018

Mit der großen Politik haben wir Nichts am Hut, aber für Kulinarik, da gehen wir gerne mit euch auf die Strasse! Die Metzgerei Kraus wird jeweils im Frühjahr & Herbst zur Geistinger ‚Street-Food‘-Sektion. Metzgermeister Peter Kraus wirft die Grills an und ‚baut‘ euch BURGER, so wie sie sein sollen: handgemacht! Weinhändler Oliver Wirtz schenkt Weiss- und Rotweine aus und unsere Nachwuchs-Gang schiebt euch Kölsch, Craft-Biere und Softdrinks über den Tresen. Kommt vorbei, bringt Kind & Kegel mit und startet mit uns lässig in das Wochenende!

Kosten: kein Eintritt, nur die tatsächlichen Verzehrkosten.