Nicht links liegen lassen: Weingut Forster/ Nahe

Es sind -wie so häufig- die Zufälle, die für Überraschungen im (Wein-) Leben sorgen. Anlässlich der Prowein auf der Suche nach einem Weingut aus Baden, landet man plötzlich zufällig an der Nahe. Nicht weil ich geographisch verpeilt wäre, sondern schlichtweg weil es sich aufgrund der Laufwege rein zufällig ergab. Und weil ‘Zufall’ nun mal nicht ‘Absicht’ oder ‘Plan’ bedeutet, konnte ich ohne jegliche Ambitionen so objektiv und neutral wie möglich probieren.
Nein, “Forster aus Rümmelsheim” stand definitiv nicht auf der ‘to-do-Liste’ für die Prowein. Wieso auch? Die Weinregion Nahe am südlichen Ende des Hunsrücks ist eher ein Gebiet, wo man gefühlt -fast schon gedankenlos- auf der A61 durchrauscht: Rheinhessen und die Pfalz mit ihrem ‘Sex-Appeal’ locken in schnellen 10-60 Autominuten. Da fällt so eine Region wie die Nahe schon mal durch’s Raster der Wahrnehmung. Ob dies arrogant, menschlich, oberflächlich oder was auch immer ist … geschenkt! Eines ist jedoch klar: es ist ein großer Fehler! Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es auf engstem Raum eine derartige Vielfalt an Klima und Geologie! Es vereinen sich sowohl Einflüsse von Mosel (Rotschiefer), Mittelrhein (Grauschiefer), Rheingau (Quarzit), Rheinhessen (Lössboden) wie auch der Pfalz (Muschelkalk) auf wenigen Kilometern. Und diese Millionen Jahre alte Laune der Natur prägt die Weine in einer Vielfalt, dass es wahrlich schwer fällt, wenn nicht sogar unmöglich ist, von ‘DEM Nahe-Wein’ zu sprechen. Vielleicht macht diese Vielfalt uns ‘Trinker’ auch so unsicher im Umgang mit der Nahe. Sehr viele Stilistiken, sehr viele Informationen – die müssen erst einmal verarbeitet werden.

Bei dieser ‘Verarbeitung’ hilft uns in wunderbar entspannender Art & Weise das Weingut Forster unweit der Burg  Layen. Georg und Margit Forster waren vor 25 Jahren ‘Öko-Pioniere’ im Ort. Der geneigte Leser möge sich bitte vor Augen halten, dass vor 25 Jahren eine derartige Entscheidung nicht unbedingt ‘sexy’ war, in einer Zeit wo man despektierlich von den ‘Ökos’ redete und Bio eben noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen war. Das Ehepaar Forster ist den Weg behaarlich gegangen, Georg Forster gilt in der Szene fast schon als der ‘Boden-Pabst’, ist er doch stets auf Veranstaltungen im In- und Ausland unterwegs, um das Thema ‘Gesundheit der Böden’ weiter zu perfektionieren. Sohn Johannes kann mit seiner visionären Denkkraft im Weinkeller nun die Früchte der Bio-Arbeit ernten. Die Traubenqualität ist selbst in schwierigen Jahren so exzellent, dass Johannes im Keller viele ‘Experimente’ wagen kein. Ein Chardonnay ‘Reserve’ oder ein Frühburgunder ‘Johannisberg’, der den Ausbau im 500l Tonneaux mit einer Frische und salzigen Würze kontert, dass es eine wahre Freude ist!
Johannes arbeitet häufig mit verlängerten Maischestandzeiten und langem Lager auf der Feinhefe. Das ergibt recht farbstabile Weine mit einem sehr schmelzig-milden Eindruck im Mund. Die Rieslinge (natürlich ist Riesling an der Nahe DAS Thema) spielen von den fruchtigen Basis-Rieslingen über die ‘Erdenweine’ (Kies versus Schiefer) bis hin zur Einzellage ‘Schlossberg’ oder gar der edelsüßen Auslese nahezu jede Tonart! 

Das Marketing und das Erscheinungsbild der ‘Marke’ Forster ist zudem erfreulich modern und designorientiert. Wer jetzt denkt ‘Bio plus Design – jetzt wird es aber teuer!’ Fehlanzeige: auf diesem Qualitätsniveau sind die Weine geradezu ein Schnapper. Ein Weissburgunder mit genauso viel Sortentypizät wie Schmelz & Raffinesse für deutlich unter 10 Euro – wo gibt es dann denn noch?

Wer aus diesen Zeilen heraushören möchte, dass ich gerade ganz viel Spass mit der Nahe und dem Weingut  Forster habe – gerne, ich werde nicht widersprechen 🙂

Vom Weingut Forster führen wir aktuell u.a. folgende Weine im Sortiment (die Preise sind identisch mit den ab-Hof Preisen und gelten für 750ml)

Rivaner Nahe QbA 2018 (€ 6,50)

Weisser Burgunder Nahe QbA 2018 (€ 7,50)

Riesling trocken Nahe QbA 2018 (€ 7,50)

Riesling feinherb Nahe QbA 2017 (€ 7,50)

Riesling ‘Bergsteiger’ Nahe QbA 2017 (€12,50)

Riesling ‘Wüstenwanderer’ Nahe QbA 2017 (€12,50)

Riesling ‘Seefahrer’ Nahe QbA 2017

Riesling Nahe QbA 2017 ‘Vom Kies’ (€ 9,50)

Riesling Nahe QbA 2017 ‘Vom Schiefer’ (€ 9,50)

Riesling ‘Schlossberg’ Nahe QbA 2016 (€ 15,00)

Riesling Auslese edelsüß Nahe QbA 2017 (€ 16,00)

Grauburgunder ‘Reserve’ Nahe QbA 2017 (€ 15,00)

Solaris Auslese edelsüß Nahe QbA 2017 (€ 9,00)

Forster’s Rotwein Nahe QbA 2018 / fruchtig (€6,50)

Spätburgunder Rosé Nahe QbA 2018 (€ 7,00)

Spätburgunder Blanc de Noir Nahe QbA 2018 (€ 12,50) – im Vorlauf/ wird noch etikettiert!

Frühburgunder ‘Quarzit’ Nahe QbA 2017 (€ 9,50)

Frühburgunder ‘Johannisberg’ Nahe QbA 2015 (€ 17,00)

 

 

 

Rückschau: VINO & KINO Herbst 2018

Seid über 20 Jahren sind wir immer am ersten Montag/ Dienstag im November mit unserem beliebten Dauerbrenner ‘Vino & Kino’ Stammgast im Hennefer Kurtheater.

Trotz eines respektablen Erfahrungsschatzes ist man jedoch vor Überraschungen nicht gefeit. So hat sich während der Montag-Veranstaltung ein digitaler Fehler in unseren Film ‘Ladybird’ eingeschlichen. Die Ausleuchtung der Bilder erinnerte eher an unsere ersten Vino & Kino Veranstaltungen im Jahr 1997, als wir noch mit alter Technik und schlechten Filmkopien der Verleiher kämpfen mussten. Leider lies sich das Problem weder lokalisieren, noch beheben, so dass wir am Dienstag auf den Film ‘Book Club’ wechseln mussten – und dieser strahlte dann in bestem Licht & Ton! Dass dann der Chef höchstpersönlich auch noch einen komplett falschen Wein in die Degustation der 24 Weine ‘eingebaut’ hat, lies sich dann schon eher lokalisieren – und natürlich auch beheben 😉 

Der aktuelle Sommer hat es uns eindrucksvoll bestätigt: Deutschland wird wärmer! Zwar konnten wir den ‘Vin0 und Kino November Temperaturrekord’ aus dem Jahr 2016 (tagsüber 22,3° Cel. !) nicht knacken, jedoch zeigte sich einmal mehr: Weisswein ist ein Ganzjahresthema! Publikumsliebling war hier ‘Dem Müller Franz sein Riesling’, ein Wein wo der Chef erheblich seine Finger mit ihm Spiel hat. Und nein: der Chef hatte diesen Wein weder an seinem Stand, noch hat er ihn besonders gepushed: dieser Wein musste sich ganz regulär gegen die anderen Weissen behaupten! (wobei der Chef auch den Verdicchio aus den Marken, den ‘Axpoint’ aus der Wachau und den Mount Riley New Zealand Sauvignon ganz grandios findet)

Ganz vorne in der Kundengunst bei den Rotweinen lag die spanische Fraktion. Italien mit seinen eckigen & kantigen Weine geht erfahrungsgemäß in Verkostungen immer als zweiter Sieger hervor. So wundert es auch nicht, dass der Barolo ‘Monvigliero’ von Bel Colle abgeschlagen auf dem letzten Platz landete: ätherische Noten, mordsmäßige Säure und massivstes Nebbiolo-Tannin sorgen dafür, dass dieser Piemonteser ‘anstrengend’ daher kommt. Nein, dieser Wein will sich nicht elegant präsentieren, er will sich nicht unterordnen, er will nicht in einer 24er Verkostung gefallen. Dieser Wein fordert die komplette und ungeteilte Aufmerksamkeit – und die hat er dann vom Chef um 1 Uhr nachts bekommen, als Hunderte von Gläsern gespült und mehrere Kubikmeter Equipment wieder verladen waren. ‘Füsse hoch mit Barolo’ – der Chef liebt seinen Beruf!

 

Wenn Winzer irren – oder: 3 Kisten zum Schnapperpreis!

…irren ist zutiefst menschlich. Und manchmal sogar richtig genussvoll! Der Vermentino ‘Nord Est’ der Cantina del Vermentino aus Sardinien ist von seinen Machern so konzipiert, dass er im Folgejahr auf die Lese hemmungslos in den Schlünden der Touristen verschwinden soll. Spätestens ab Herbst wird dieser Wein dann kurzatmig, der sichere Tod folgt noch vor Jahreswechsel. Nun scheint aber keiner der munteren sardischen Genossen an die Wiedergeburt zu glauben. Für mich unerklärlich, wird doch in der Anbauregion Gallura stets das Terroir und das Potential der Vermentino-Traube groß auf die Fahne geschrieben. Warum soll dann bitte der ‘Nord-Est’ eine Ausnahme bilden? Nur weil er aus flacheren Lagen und von jüngeren Reben kommt?
Zur Entschuldigung der Genossen gebe ich gerne zu: ja, nach einem Jahr wirkt der Wein wirklich leblos, einfach gestrickt, banal, dumpf und so herrlich spannend wie ein Fischessen an Karfreitag. Nur: wartet man ein weiteres Jahr, dann kommt wieder richtig Leben in die Bude! Die sprichwörtliche Mineralität, welche die Kalkböden ausmacht, die Saftigkeit und die Eleganz kehren zurück. Oder Anders: der Wein kommt mit einem weiteren Jahr Reife frischer ins Glas als noch ein Jahr zuvor. Saftige Aprikose, etwas Birne, toller Schmelz am Gaumen, saftig, feine mineralische Herbe – ein Sommerwein um aus Putzeimern zu saufen! So kann Vermentino. So muss Vermentino!

Im Nordwesten Sardinien steigt Phönix aus der Asche!

Ich vermute, Sie werden mir nicht ganz trauen. Ich werde Sie daher mit einem Argument überzeugen, wo der Deutsche niemals ‘Nein’ sagen kann: mit gespartem Geld!
3 Kisten à 6 Flaschen stehen hier mit einem fetten 50% Schild!
Statt 46,80 (Flaschenpreis € 7,90) zahlen Sie nur € 23,40 für’s sixpack. Aber nach drei Kisten ist Schluss mit Rabatten – die restlichen Karton sind dann wieder regulär im Flaschenpreis (und selbst der ist für die aktuelle Qualität ein Schnapper!)

 

 

 

 

BURGER-Sprechstunde: 13. April 2018

Freitag der 13! Wenn DAS mal kein Anlass ist auf die Strasse zu gehen 🙂
Gemeinsam mit Metzger Peter Kraus und Bäcker Frank Blesgen geht’s ab 17:00 vor der Metzgerei Kraus wieder ‘fest’ und ‘flüssig’ zu. Neue Burger-Kreationen, süße Sünden, Craft-Beer von Ale Mania und ein paar gute Schoppen Wein werden Euch den Einstieg ins Wochenende erleichtern. Für die Kids gibt es natürlich auch alkoholfreie Getränke!
Kommet zuhauf & habet Spaß!

P.S. unser Ladengeschäft ist am Freitag nur bis zur Eröffnung der BURGER-Sprechstunde geöffnet.

Prowein 2018, Teil 2: wo Licht, da auch Schatten!

Augen zu, Mund auf – und durch!

 

Zur Optimierung der Besucher-Ströme gibt es seit Jahren diverse Verkostungszonen. In der großen ‚Meininger‘ Zone kann man nicht weniger als die komplette Weinwelt von Ost nach West und Süd nach Nord im Schnelldurchlauf absolvieren. Hier werden Trends präsentiert, oder auch Nicht-Trends…
Für mich absolut erschreckend, was die deutschen Importeure dort zum Thema ‚Italien‘ eingereicht hatten. Würde ich als Novize erstmalig in Kontakt mit dem Weinland Italien treten, wäre ich geschockt: Italien, eines der Länder mit der größten Rebvielfalt und den unterschiedlichsten Klimazonen, reduziert auf fette, halbtrockene Rotweine? Porca miseria, e un desastro! Und Nein!, liebe Importeure, redet euch bitte nicht raus ‚das will der Kunde so‘ – der Kunde nimmt das, was ihr ihm präsentiert und als das 7. önologische Weltwunder präsentiert.
Zum Glück habe ich aber in den Hallen 15 und 16 noch (per Zufall!) ein wehrhaftes Häufchen kleiner Produzenten gefunden, die mich mit ihren authentischen Weinen zärtlich in den Arm genommen haben! Das sind zwar Weine, die durch die Bank +/- 10 Euro im Endverbraucherpreis kosten, aber sie waren definitiv ihren Preis wert! Wir in Deutschland zücken doch auch für eine (gute) Riesling Spätlese 12 Euro, für ein Großes Gewächs 17-20 Euro … und nur weil der Italiener oder Spanier nicht über derartige ‚Prädikatsbezeichnungen‘ verfügt, soll er mit 5 Euro Bitteschön zufrieden sein? Nein, sorry, das funktioniert so nicht.

Neue oder alte Welt Weine?

Als ungemein spannend empfinde ich immer wieder, Weine aus mir unbekannten Anbauländern zu probieren. Vor Jahren hatte mich mal ein Gewürztraminer aus Brasilien komplett aus der Bahn geworfen: elegant, perfekt balanciert, ein Traum. Seit ungefähr 10 Jahren probiere ich auch immer wieder neugierig Weine aus ‘neuen’ Ländern im Osten. Aber Moment: ist bspw. Georgien ein ‘neues’ oder ‘altes’ Land auf der Weinkarte? Gefühlt im Konsum natürlich ‘neu’, aber wenn man bedenkt, dass die Wiege des Weinbaus vor ca. 10000 Jahren im Kaukasus lag, dann müssen wir eher von einer alten Weinbauregion sprechen. Waren die Weine früher eher noch sehr fehlerbehaftet, hatte ich in diesem Jahr Rotweine aus Moldawien und Georgien im Glas, die mit zu den besten Weinen in der kompletten Tasting-Zone zählten! Ungemein geschliffen, trotzdem authentisch, perfekter Holzeinsatz, dicht gewoben, eine perfekte Balance zwischen Tradition und Moderne. Und Israel, Israel hat mich auch richtig überrascht! Fazit: die Weinwelt stellt sich immer breiter auf, (noch) unbekannte Regionen könnten bald das Salz in der Suppe sein!

Fortsetzung folgt…

Prowein 2018, Teil 3: in glas we trust!

Wie ein Hüttchen-Spiel: der gleiche Wein aus verschiedenen Gläsern!

 

Ich bin mir nicht ganz sicher – aber Thommy und ich feiern nächstes oder übernächstes Jahr unser 10-Jähriges. Es war auf auf der ANUGA in Köln, vor gefühlten Ur-Zeiten, als das Bundeslandwirtschaftsminesterium in einer Ecke einige Weine von jungen Talenten präsentierte. Thommy war dort auch vertreten, also nicht physisch, sondern nur die Flaschen (wovon er selber gar Nichts wusste). Sein ‘Gelber Muskateller trocken’ stand dort in der Vitrine, damals noch das blau-weisse Etikett im ‘Hilfinger’-Design.
Ich weiss noch, dass ich mit einigen neugierigen Jungs aus Schweden ein grandioses Gespräch über deutschen Wein hatte, mich plötzlich gar in der Rolle als leidenschaftlicher  Botschafter für Wein aus meinem Heimatland wiederfand. Konnte ich – oder die Schweden- damals ahnen, welche Karriere Thommy hinlegen würde? Thommy, exportierst du eigentlich nach Schweden? Was ist, wenn diese symphatisch-neugierigen Jungs immer noch auf der Suche nach den ‘Hilfinger’-Flaschen sind – und gar nicht das grandiose re-Design mit den ‘Hörnern’ mitbekommen haben? Meine Güte – müssen wir uns jetzt Vorwürfe machen?!
Müssen wir uns noch etwas vorwerfen? Oh ja – das Thema ‘Glas’ wird von uns Allen (Winzer, Händler, Konsument) immer noch stiefmütterlich behandelt! Ein ‘one-for-all’ muss es sein, das Glas was Alles können soll, was gut in der Hand liegt, nicht viel Platz in Anspruch nimmt, super in die Spülmaschine passt, nie kaputt geht etc…
Thommy hatte zur Messe extra noch große Burgunder-Gläser geordert. Sieht schön aus. Macht was her. Benutzt Jemand diese zu Hause? Nein? Und warum nicht? Aus Bequemlichkeit? Aus Platzgründen? Aus Kostengründen? Ich weiss es nicht, denn Eines ist klar: am Genussfaktor kann es definitiv nicht liegen! Wir Allesamt haben uns mächtig die Augen getrieben, welche Freude, welch Eleganz, welch Opulenz der selbe Wein durch die Verwendung des ‘richtigen’ Glases vermittelt. Weisswein aus großen Burgunder-Gläsern – geht das? Und ob, probiert es aus – das Geschmackserlebnis ist gigantisch!

 

‘Gut von Beiden’ – gut zu trinken!

Langsam wird es schon beängstigend: wieviele Winzertalente entspringen denn da noch rund um das südpfälzische ‘Bermudadreieck’ Kleinfischlingen-Großfischlingen-Hochstadt? Frank Spiegel, Thommy Hörner und nun Philipp Müller.

Philipp ist für uns ein alter Bekannter, hat er uns doch bereits zu seiner Studienzeit auf das Weingut Ellermann Spiegel aufmerksam gemacht. Nach mehreren gemeinsamen Weinlesen mit Frank Spiegel sowie diverser Auslandspraktika hat sich der Geisenheim-Absolvent gemeinsam mit Kumpel Jochen Laqué dazu entschlossen dessen elterlichen Betrieb zu übernehmen. Seit 2013 tüfteln die Beiden gemeinsam in Wingert und Weinkeller – und das, was sie mit dem aktuellen 2015er Jahrgang (nicht gerade ein Jahrhundertjahrgang…) an Weissweinen in den Ring werfen, ist definitiv umwerfend lecker. Der Chardonnay hat sogar mit 91 Punkten den Wettbewerb ‘Junge Südpfalz’ punktemäßig dominiert und als Siegerwein den 1. Platz belegt. Der Riesling: was soll ich sagen … für mich einer der leckersten Weine des Jahres! Mehr noch: dieser Wein sollte für den Friedensnobelpreis nominiert werden, vereint er doch aufgrund seiner Frucht und Eleganz Rieslingliebhaber und Rieslinghasser zum bedingungslosen gemeinsamen Zechen 🙂

gutvon - 1 (1)Dann sind da noch die ‘Lidder’-Flaschen: die junge Winzergeneration legt einen ungemeinen Wert auf ‘Gutsweine’ mit hohem Niveau. Dies sind Weine, die Spass machen, die mit großer Trinkfreude zu jeder Tages- und Nachtzeit Partystimmung erzeugen. Ob es nun der (trockene) Riesling-Lidder oder der (halbtrockene) Müller-Thurgau in der 1000 ccm Klasse ist; beide überzeugen durch ein veritables Preis-Genuss-Verhältnis!

 

Müller-Thurgau Pfalz QbA 2015 (Liter) – € 6,70
-nicht komplett trocken, feine Fruchtbombe mit saftiger Länge. Bitte ab sofort den ‘Müller-Thurgau-Vorurteilsmodus komplett ausschalten!-

Riesling Pfalz QbA 2015 (Liter) – € 6,70
-Philipp & Jochen präsentieren im ‘Liter’ einen Riesling, der qualitativ die Latte mächtig hoch legt. Feinfruchtig, schöne Würze, lecker, leer!-

Riesling Pfalz QbA 2015 (750ml) – € 7,50
– wer mit dem Litter bereits glücklich ist, wird hier vor Freude heulen! Natürlich kein mineralischer Riesling (das geben die Böden um Kleinfischlingen nicht her, aber von so zärtlicher, umarmender, präsenter und saftig Rieslingfrucht dass es eine Freude ist!-

Chardonnay Pfalz QbA 2015 – € 8,90 (der Sieger Wein, für einen Chardonnay erfrischend klar, präzise und mineralisch. Wer hier einen fetten & buttrigen Vertreter dieser Rebsorte erwartet, ist fehl am Platze! Prägend ist hier die Lage ‘Appenhofener Steingebiss’ an der Grenze zu Frankreich mit sehr kalkhaltigen Böden. Ich behaupte mal: ein Chardonnay für Sauvignon Blanc Fans :-))

 

Frische Hörner!


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Mit dem Jahrgang 2009 hat Thommy Hörner erstmals eigene Weine auf dem elterlichen ‘Hainbachhof’ ausgebaut. Ein großer Teil der Trauben bzw. des ausgebauten Weines ging früher an renommierte Pfälzer Betriebe – es ist somit wahrscheinlich, dass der Ein-oder-Andere von Ihnen in den letzten Jahren bereits unbewusst mit Genuss Thommy’s Weine ‘vernichtet’ hat – halt nur unter einem anderen Label 😉
Inzwischen ist der Bursche 23 Jahre jung – und präsentiert den zweiten Jahrgang unter den neuen ‘Hörner’-Etiketten. Diese Neustrukturierung hat für einen regelrechten Boom gesorgt, so dass Thommy mittlerweile einen Großteil seiner Produktion selbst vermarkten kann.

‘Stierisch guter Riesling!
In der Basis-Linie ‘Stier’ triumphiert wieder einmal der Riesling: man muss lange suchen, um einen ‘Gutsriesling’ in dieser Qualität – und zu so einem Preis zu finden. So klar, so elegant, so fein – da muss man bei VDP-Weingütern lange, lange schauen um ein derartiges Preis-/ Genussverhältnis zu bekommen!

hornykartBei den ‘Steinböcken’ sind Weisser Burgunder und Grauer Burgunder wieder eine Bank. Der Weisse mit feiner Frucht und schönem Burgunder-Schmelz, der Graue wieder mit ca. 5% Barrique-Anteil genauso eingestellt, dass er auch mir als ‘Grauburgunder-Hasser’ richtig schmeckt.

Hochstadt – deutsche Sauvignon Blanc Hochburg
Der 2014er Sauvignon Blanc ist für mich DIE Überraschung. Oder auch wieder nicht: die Hörner können fast schon als ‘Sauvignon Blanc Gurus’ bezeichnet werden, haben sie doch schon vor Jahren die edlen Südtiroler Klone der Laimburg-Schule gepflanzt. Sauvignon ist eigentlich eine furchtbare Diva: zu schnell kann’s in (grüne) Fehlaromen abdriften, die Eleganz geht flöten und zurück bleibt ein ‘penetranter Wein’.
In Hochstadt scheint man derartige Probleme nicht zu kennen – hier ist die ‘Diva’ immer elegant, eher französisch denn neuseeländisch. Der aktuelle 2014er ist für mich ein Paradebeispiel wie toll der von der Presse ‘kaputtgeschriebene’ Jahrgang eigentlich ist. Zwar weniger Alkohol, aber die Beeren waren alle kerngesund und hocharomatisch. Das ist kein Rock n’Roll sondern vielmehr Klassik im Konzertsaal mit bester Akustik!
Sehr elegant, sehr gelbfruchtig, nicht fordernd sondern weich, rund und zärtlich am Gaumen.

Aktuell verdrängt der Sauvignon Blanc sogar den ‘Gelben Muskateller’ von meiner Hitliste: frisch gefüllt präsentiert dieser sich (noch) zu floral, ja fast schon parfümiert. Da stellt sich bei mir nur reduzierter Trinkfluss ein. (Anmerkung: wir sind noch gaaaanz früh im Jahr – die Weine müssen sich zum Teil noch finden & abrunden. In 4-6 Wochen wird ‘mein’ Muskateller sicher wieder die gewohnte Droge sein!)
In wenigen Wochen wird auch Thommy’s neuer Wein, ein Rosé der Ultra-Schluckweg-Kategorie etikettiert sein. Allein der Name ‘Horny-Rosé’ spricht Bände – das ist geiler Trinkspass für den 24h-Stunden Non-Stop Konsum…

3* Riesling ‘Stier’ Pfalz QbA 2014 (€ 6,90/ Flasche)

3* Weisser Burgunder ‘Steinbock’ Pfalz QbA 2014 (€ 7,50/ Flasche)

3* Grauer Burgunder ‘Steinbock’ Pfalz QbA 2014 (€ 7,50/ Flasche)

3* Sauvignon Blanc ‘Steinbock’ Pfalz QbA 2014 (€ 7,80/ Flasche)

Paketpreis: Statt € 88,20 kostet das Willkommens-Paket der 2014er Jahrgänge nur € 79,00

AKTION gültig bis zum 15. März 2015 – solange Vorrat reicht!

Alle unsere Weine enthalten Schwefel und sehr viel Genuss.
Sollten Sie gegen Schwefel & Genuss allergisch sein, bitte fachlichen Rat einholen.


 

Aktion 'Frische Hörner'

Neugierig auf die 2014er Weine von Thommy Hörner? Bitte füllen Sie das folgende Formular aus und senden Sie uns Ihren Kaufwunsch zu. Wir prüfen anhand Ihrer Angaben den verfügbaren Warenbestand und senden Ihnen dann eine Auftragsbestätigung zu. Bitte beachten Sie, dass erst mit Zustellung unserer Auftragsbestätigung ein Kaufvertrag zu Stande kommt! Unsere AGB's

Bitte warten …

Den Wein bei den Hörnern packen!

Noch keine 30 Jahre alt ist der Bursche – und macht trotzdem Weine, als wäre er schon ewig im Geschäft! Kein Wunder, wer bei Knipser und den Gebrüder Kessler (Weingut Münzberg) ausgebildet wurde, der hat Einiges gelernt! Dies aber auch im eigenen Weingut so bravourös und konsequent umzusetzen, das riecht schon fast nach ‘a new star is born’.

Kennengelernt habe ich die Weine von Thommy Hörner rein zufällig auf der ANUGA. Ein kleiner Probierstand des DWI (Deutsches Weininstitut) im Pavillion des Bundesministerium für Landwirtschaft, Verbraucherschutz und sonstige Angelegenheiten-die-in-kein-anderes-Ressort passen – und da stand sie, die prägnante Flasche mit den kleinen Quadraten.
Ein blitzsauberer Gelber Muskateller ließ sämtliche Messehektik wegschmelzen. Die mit mir probierenden Schweden waren zunächst vollkommen irritiert (so etwas hatten sie noch nie getrunken!), jedoch habe ich mich nach Kräften bemüht ‘Hilfsbotschafter des deutschen Weines’ zu sein. Und ich glaube, sie sind in ihre Heimat zurückgekehrt, mit der Erkenntnis ‘those Germans are making f…….good wines abroad Riesling!’

IMG_2625Bevor die Skandinavier auf dumme Gedanken kommen, musste ich natürlich zuschlagen. Die letzten Flaschen Gelber Muskateller wurden aufgekauft und bei Vino & Kino zum ‘Anfixen’ präsentiert. Folge: tumultartige Proteste ‘wie, nur zum Anfixen?!!!?!!!
Aber auch der Spätburgunder aus dem Barrique begeistert: wer den Kesslers über die Schulter schauen durfte, weiß schon, wie man mit dem Holz richtig umgeht 😉

Die weiße Cuvee aus Weissburgunder & Chardonnay wiederum richtig frech: modern und doch zugleich traditionell, wird doch der Wein spontan vergoren und gärt im (ungetoasteten!) ‘Halbstück’, einer traditionellen Pfälzer Holzfasseinheit von 1000 Liter. Natürlich präsente Holztöne, als 2010er wirkt er geradezu als wäre just erst die Nabelschnur getrennt worden. Dann aber auch viel getrocknete gelbe Früchte, tolle Säure. Ich bin ja kein Holzfreund – aber dieser Wein ist definitiv ‘sexy’!

Der Weisse Burgunder als Gutswein ist leider bereits vergriffen. Daher musste ich zum Grauburgunder greifen – und wer meine ‘gespaltene Persönlichkeit’ gegenüber Grauburgunder kennt, weiss dass dieser Hörner Grauburgunder schon echt gut sein muss, um in meinem Kofferraum zu landen…

Ein kleines highlight ist für mich der Sylvaner. Natürlich ist hier bereits 2012 im Verkauf, wer jedoch den 2009er dagegen probiert, wird verstehen, warum genau dieser 2009er ebenso im Kofferrum landete: feine Reifetöne der Hefe, dichter Schmelz am Gaumen, reife Pfirisichfrucht. Merke: Sylvaner (uralte Kreuzung aus Traminer und Heunisch!) ist keinesfalls nur jung zu trinken und muss unbedingt aus dem Klischee ‘Spargelwein’ befreit werden!

 

Die Weine im Überblick:

 

Grauer Burgunder Pfalz QbA 2012 – Thommy Hörner (€ 7,50/ 750ml)

Riesling Pfalz QbA 2011 – Thommy  Hörner (€ 6,90/ 750ml)

Sylvaner Pfalz QbA 2009 – Thommy Hörner (€ 7,50/ 750ml)

‘Halbstück’ Chardonnay & Weisser Burgunder – Thommy Hörner (€ 11,70/ 750ml)

Spätburgunder Spätlese Pfalz QbA 2009 – Thommy Hörner (€ 12,90/ 750ml)