Frühjahr: die Weinbranche bringt sich in Stellung

Wer denkt, die Monate Februar und März wären für die Weinbranche ‘lässig’, der liegt leider knapp daneben…
Für die Winzer wird es eher ‘lästig’, sind doch Aussenarbeiten im Weinberg erforderlich, die sehr viel Handarbeit erfordern. Der Rückschnitt der ‘wuchernden Reben’, das Kultivieren neuer Fruchtruten, die Vorberreitung der Böden für Neupflanzungen etc.
Nasse Kälte, schwere, schmierige Böden, Wind & Wetter, klamme Hände – auch das ist Teil der ‘Winzerromantik’. Parallel geht es auch im Keller zur Sache: neue Jahrgänge müssen probiert, verschnitten, filtriert und gefüllt werden. Und auch hier wieder diese nasse Kälte, die in jede Muskelfaser zieht, Hände, die aufgrund des permanenten Kontaktes mit Jungweinen (Säure) die Struktur von 40er Schmirgelpapier annehmen…
Aber irgendwann dürfen auch Winzer, Händler und Journalisten ins Warme: die Messehallen öffnen ihre Türen. Zu einer der großen Leitmessen der Branche hat sich die ProWein in Düsseldorf entwickelt. Perfekte Organisation, genügend Platz, sehr gute Verkehrsanbindung – aus einer kleinen, regionalen Messe für NRW und BeNeLux (Mitte der 1990er Jahre) hat sich nun ein Gigant mit knapp 6000 Ausstellern aus allen fünf Kontinenten entwickelt. Für die Branche ist diese Größe inzwischen schon fast ein Fluch: wie soll man bitte schön an drei Messetagen auch nur annähernd bestehende Kontakte pflegen, Fachdiskussionen und -vorträge verfolgen und zugleich noch wache Augen für Neues haben?
Egal – wir freuen uns trotzdem. Dank akribischer Vorbereitung hoffe ich ein Großteil der geplanten Kontakte wahrnehmen zu können.

Geschäft & Büro ist daher am Dienstag, 15. März 2016 komplett geschlossen!

Roth-Happenbach
Weinbergsbesuch in Happenbach/Württemberg im März 2016: hier haben Sabrina Roth & Christian Kircher die Bodenstruktur analysiert und einen optimalen Standort für die Neuanpflanzung von Weissburgunder gefunden.

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