Termintipp Sa. 21. September Köln

‘Weinentdecker werden’ – seit Jahren beteiligen wir uns schon an den Aktionswochen des Deutschen Weininstitutes. Am heutigen Samstag sind wir in der Zeit von 14-18:00 Uhr in der wineBANK Köln zu Gast. Unter dem Motto #Heimatrauschen können Sie 4 Weine von Kay Thiel aus Königswinter probieren. Der Quereinsteiger Thiel hat die historische Lage ‘Pfaffenröttchen’ rekultiviert – und produziert Weine, die für blankes Erstaunen sorgen. Noch mehr Erstaunen? Dann lassen Sie sich von der einzigartigen Architektur der wineBANK Köln faszinieren.

Mehr Infos:
winebank köln
Weinentdecker werden in Köln
Winzer Kay Thiel


‘Collefrisio’ zu Gast in Köln

Seid ihr bereit für einen ‘Confronto’ mit dem Weingut ‘Collefrisio’ aus den Abruzzen? Am Donnerstag, 26. September 2019, bin ich mit Andrea Bianco & David Aigner zu einem munteren Talk in der wineBANK Köln zu Gast. Nicht zuletzt der ‘Confronto’ ist ein Wein, der extrem polarisiert und für Gespächsstoff sorgt…
Im Rahmen der Publikumstage der wineBANK Köln ist diese Veranstaltung auch für externe Gäste geöffnet. (Preis pro Person € 35,00 inkl. Finger-Food). Anmeldung bitte unter

!! Räumungsverkauf !!

Wir räumen unser Kölner Aussenlager. Von der Palette weg könnt Ihr richtige, zum Teil sensationelle, Schnäppchen machen: wir hauen alle Weine zum Preis von 2 Euro (ZWEI EURO!) je Flasche raus. Es handelt sich um gereifte Weine, die bis zu 20 Jahre auf dem Buckel haben. Und manch ein Wein präsentiert sich aktuell so prächtig, das mir die Spucke wegbleibt (Tipp: 2003er Chardonnay von Colla aus dem Piemont!)
Die Kartons sind schmutzig, die Etikett manchmal etwas angegriffen. Zum Teil sitzen Korken fest oder bröseln etwas. Das sind auch keine Weine um sich auf der Terrasse schön Einen zu löten. Wir sprechen von Weinen mit Geschichte, mit Ecken und Kanten, mystisch, sich verändernd und etwas Geduld fordernd. Ganz wichtig: in diesem Stadium fordern die Weine geradezu eine Essensbegleitung – lasst euch von diesen Weinen bitte gnadenlos inspirieren!
Angebot ist freibleiben und solange Vorrat reicht! Kein Umtausch bzw. Garantie.
(Hinweis: die Weine wurden stichprobenartig von uns geprüft; komplett fehlerhafte Weine sind von uns bereits entsorgt worden!)

Forster räumt ab

Beim Internationalen Bioweinpreis hat das Weingut Forster aus Rümmelsheim extrem abgeräumt: neben fünf Silbermedaillen gab es 7 goldene Auszeichnungen für Weine mit über 90 Punkten (u.a. auch für den Rivaner & den Weissburgunder). An die Spitze, mit einer Bewertung von 96/100 Punkten setzte sich die edelsüße Riesling Auslese 2017. ‘Großes Gold’ nennt sich die Auszeichnung – aber noch wichtiger ist der Geschmack: Ganz großer Genuss 🙂

Rebholz Gin – der ‘Dallas’ kommt ins Rheinland!

Wer gedacht hat, Gin wäre nur eine kurzfristige, vorübergehende Mode, der muss wohl umdenken. Die großen Marken wie Siegfried (Bonn), The Duke (München), Gin sul aus Hamburg oder der Ferdinand’s aus dem Saarland haben sich ihren nationalen bis internationalen Status in den letzten Jahren hart erkämpft. Sicherlich sind diese genussvollen Marken auch Inspiration und Motivation für kleinere, regionale Produzenten einfach mal ‘etwas zu probieren’. So weiss ich, dass Philipp Müller (Gut von Beiden/ Müller Franz) mit seinen Pfälzer Kumpels schon seit Jahren versucht, flucht, verwirft und wieder neu anpackt. Und nun ist er da, der ‘Rebholz Gin’ aus der Südpfalz. Behütet wird er von ‘Dallas’, einem kleinen Fabelwesen. Dieses schrullige Wesen setzt sich aus den Wohnorten der drei Jungs zusammen: BELLheim (Hund), KleinFISCHlingen (Fisch) und OTTERsheim (Otter). Warum das Wesen nun ‘Dallas’ heißt, ist eher einem Zufall zu verdanken – aber dieses Geheimnis darf ruhig Geheimnis bleiben…
Die spannende Frage ist: hat der Rebholz-Gin das Zeug im Konzert der ganz großen Gin-Marken mit zu spielen? Und ob! Mich hat dieser Gin definitiv mehr als positiv überrascht! Deutlicher maskuliner als bspw. ein Siegfried, der sehr floral und zitrusfruchtig daherkommt. Aber auch nicht so fordernd wie der ‘Duke’. Der Wacholder gibt im ‘Rebholz’ einen wunderbaren, spürbaren Gegenpart zu Pomeranze und Zitrus, ohne dass dabei einer der Partner dominant wird. Also mir schmeckt der Gin schon fast ohne Tonic, da bin ich sehr puristisch. Ein kleiner Kick Vermouth sowie Eis & Soda ist mir da deutlich lieber. Aber die Geschmäcker sind bekanntlich sehr verschieden – und so mag ein Jeder nach seiner Facon glücklich werden. Apropos Glück: in der Pfalz schlägt dieser Gin seit ungefähr 4 Wochen Wellen, die sich die drei Jungs in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt haben. Die erste Auflage dieses Bio-Gin ist bereits vergriffen, die Gruppenphase der Champions-League sozusagen erfolgreich absolviert. Nun wird es aber richtig spannend: kann der Rebholz-Gin auch ausserhalb der ‘Heimat Pfalz’ Marktanteile erobern? Wird es der erste Pfälzer Gin, der sich national durchsetzen kann? Wie wird er in Wettbewerben prämiert werden? Spannende Zeiten, die da auf den ‘Dallas’ zukommen!
Wir jedenfalls haben noch einige Flaschen der ‘Auflage No. 1’ erhalten – mit dem klaren Auftrag ‘mach das Rheinland hysterisch!’

Pfälzer REBHOLZ Gin – Bio Gin aus der Pfalz 500ml/ 39,90

Der ‘Dallas’ – das hochprozentige, immer gut gelaunte, bellende, schwimmende Ottertier aus der Südpfalz…

Vino & Kino Herbst 2019

Leider ist das Kurtheater für uns an den geplanten Terminen 4. und 5. November 2019 nicht verfügbar. Wir informieren Sie, sobald wir einen Ausweichtermin gefunden haben.

Wein & Kulinarisches im Kloster Geistingen

Etwas versteckt, im Innenhof des ehemaligen Redemptoristen-Kloster in Hennef Geistingen, finden Sie unsere Weinhandlung. Seit 20 Jahren beschäftigen wir uns, stets neugierig und über den Tellerrand schauend, mit dem faszinierenden Thema Wein. Den aktuellen Standort -in den sogenannten Ökonomiegebäuden des Klosters-betreiben wir seit gut 10 Jahren. Unter ‘Ökonomiegebäuden’ dürfen Sie sich den ‘Bauernhof’ der Patres vorstellen, war doch die Ordensgemeinschaft auf Selbstversorgung ausgerichtet. Mit viel Energie, Geduld und Schweiß ist es uns gelungen, diese Gebäude aus dem Baujahr 1902 vor dem Verfall zu retten, zu modernisieren und in ein stilvolles Ambiente für Handel, Seminare  & Degustationen zu verwandeln.

Badisch Rotgold?

Badisch Rotgold? Noch nie gehört? Grämen Sie sich nicht, auch mir war diese Kategorie ‘Wein’ bis vor wenigen Wochen komplett unbekannt. Und selbst wenn Sie nun ‘google’ bemühen – es wird Ihnen wahrscheinlich nur der Name ‘Bettina Schumann‘ oder ‘Weinhaus Rabe’ (RAlph & BEttina) angezeigt…
‘Badisch Rotgold’ scheint genau wie die berühmt-berüchtigte ‘Liebfraumilch’ oder ‘Zeller Schwarze Katz’ ein Relikt der 1970er Jahre, als deutscher Wein massenkompatibel süß eine komplette Generation in Rausch & Kopfweh trieb…
Beim Badisch Rotgold handelt es sich zwar um einen Wein mit der Farbe Rosé, aber laut Weinrecht auf gar keinen Fall um einen ‘Rosé’. Nein, wir müssen hier technisch vom Begriff des ‘Rotling’ sprechen, einer Weingattung die es m.W. so nur in Deutschland (und hier vorwiegend in Württemberg & Franken) gibt. Während der ‘Rosé’ aus roten Trauben gekeltert wird und seine Farbe dadurch erhält, dass der Saft nur kurz mit den farbgebenden Schalen in Kontakt war, werden beim Rotling schlichtweg rote & weisse Trauben gemischt. Was sich auf den ersten Blick nach willkürlicher Panscherei anhört, ist de facto kellertechnisch gar nicht mal so anspruchslos. Nehmen wir das konkrete Beispiel des ‘Badisch Rotgold’ von Bettina & Ralph (Hinweis: ein anderes Beispiel kann ich aktuell gar nicht nehmen, da die Beiden augenscheinlich die einzig Verrückten sind, die sich an diesen historischen Wein wagen…): laut badischem Weinrecht ist ein Anteil von mindestens 51% Grauburgunder vorgeschrieben plus als zweiter Rebsorte zwingend der Spätburgunder. Die Weine müssen zudem ZUSAMMEN ausgebaut werden, soll heissen: Grauburgunder & Spätburgunder werden bereits als Most verschnitten und gären dann zusammen. Das ist schon mal eben eine Hausordnung, die garantiert kein Winzer so aus dem Ärmel schütteln kann – sprich: wer hat hierbei schon Erfahrung? Bettina & Ralph geben den ‘Badisch Rotgold’ zudem noch ins Holzfass, genauer ins 225 Liter fassende französische Barrique. ‘Verschnitten’ oder ‘Cuveetiert’ werden zum Schluss nur die veschiedenen ‘fertigen’ Fässer mit unterschiedlichem Grad an Restzucker.
An dieser aufwendigen Herstellung erkennt man bereits: der Pfad des ‘beglückenden Rauschmittels für Kegelclubs’ wurde meilenweit verlassen, nein, hier geht es darum etwas ‘Altbackenes’ komplett neu & modern zu interpretieren. So finden wir in der Nase leicht rauchig-würzige Ankläge des Spätburgunders, sanft begleitet von dezenten Himbeer-/Erdbeernoten. Hinzu etwas gelbe Frucht nacht Birne, am Gaumen eine ordentlich-schmelzige Textur aus der Kombi ‘Grauburgunder plus Holz’, aber nie vanillig oder sperrig. Der Wein ist von der Analyse her mitnichten trocken, aber die 10 Gramm Restzucker braucht der Wein auch locker, um dieser Struktur & Würze eine elegant-trinkiges Kleid zu verleihen. Und was ist es jetzt nun? Rosé? Leichter Rotwein? Wuchtiger Grauburgunder? Rotling?
Lassen Sie es mich so sagen: für mich ist es ein großer Wurf, ein Wein, den ich nicht vergleichen muss, sondern der ganz bewusst als ‘Badisch Rotgold’ eine alte/ neue Nische besetzen kann.
Nur Eines ist klar: ein ‘Terrassen-hau-mich-weg-Hubba-Bubba-Rosé’ ist das garantiert nicht, dafür ist schlichtweg viel-zu-viel Leben in diesem Wein!

‘Badisch Rotgold’ Baden QbA 2018 – € 9,90/ 750ml Flasche

Käme er doch bloß vom Ätna…

Lieben Dank an meine Lieblingsspedition MBS für’s Aufräumen…
Und was habt ihr da im Kölner Lager gefunden? Einen Weisswein aus Süditalien, genauer aus Kalabrien, einen 2012er! Müsste theoretisch und auch praktisch mausetot sein. Sagt mein Gefühl und meine Lebenserfahrung. Sicher? Zu 90%!
Und die restlichen 10%? Man weiss halt nie im Leben…
Soll ich es lang oder kurz machen? Kurzfassung: wäre der Wein vom Ätna, würden alle vor Entzückung aus Jacke & Hose gleichzeitig springen und bei entsprechendem Marketing 30 Euro auf den Tresen legen. Pro Flasche.
Ich lasse jedoch Jacke und Hose an – und die berühmte Kirche im Dorf.
Der ‘Filù’ ist ein reinsortiger Greco – und wird interessanter Weise auch von einem Weingut mit dem Familiennamen ‘Greco’ (kein Witz!) produziert.
Die aromatische Rebsorte ‘Greco’ wurde ursprünglich von den antiken Griechen ‘eingeschleppt’; eine Verwandtschaft mit der Muskateller-Spielart ‘Moscato d’ Alessandria’ ist m.E. historisch nicht komplett auszuschliessen. Jung lebt dieser Wein natürlichen vom Duftkomplex – und darauf wird er auch schlichtweg reduziert. Fehler? Kapitaler Fehler! Muskateller (und auch dieser Greco!) können toll reifen: in der Nase etwas Pfirsichkompott und Grapefruit; am Gaumen Reifetöne wie bei einem Riesling von Schieferböden. Dazu aber eine formidable Säure und feine Bitterstoffe. Ist der Wein ‘am Ende’? Niemals, dass ist ein gereifter Wein, satt ausgestattet mit Sekundäraromen nach gedörrtem Obst. Wäre er vom Ätna (s.o.) oder als ‘Riesling Spätlese’ etikettiert, würde jeder sagen: geil! Auch etwas weiter nördlich von Kalabrien, rund um den Vesuv, sorgt die Rebsorte als ‘Greco di Tufo’ für Hysterie, auch preislich. Aber Hysterie um einen Greco aus Kalabrien? Nein – und so ist dieser formidabel gereifte Wein nur ein unbekannter Italiener, für den sich Niemand interessieren wird…

Sollte doch Jemand ‘Bock’ haben: für 19 Euro könnt ihr ihn haben. Die komplette 6er Kiste! Wer nur 1 Flasche will, zahlt auch 19 Euro. Nehmt also 6 und verschenkt 5 davon, damit Jede-und-Jeder weiss, was Kalabrien so auf die Latte bekommt! Nur solange Vorrat reicht!