2018-2008: ‘Collefrisio di Collefrisio’

Die rote Rebsorte Montepulciano gehört für mich zu einer der besten Sorten, die auf dem italienischen Stiefel zu finden ist. Voller Frucht, Kraft und Säure ergibt sie knackig-herzhafte Weine mit einem immensen Alterungspotential. Dass wir Händler und Konsumenten häufig nur belangloses Zeig vorgesetzt bekommen, liegt nicht an der Sorte selbst oder der kompletten Unfähigkeit der Winzer, sondern an ökonomischen Faktoren. In den italienischen Regionen Marken und Abruzzen haben jahrzehntelang Genossenschaften oder Grossabfüller den Ton angegeben. Die gering gezahlten Traubenpreise lies den Weinbauern gar keine andere Möglichkeit, als ‘Masse statt Klasse’ zu produzieren. Die immer noch recht überschaubare Anzahl der Selbstvermarkter und Selbstabfüller unter den Winzern in den Regionen, versuchen verzweifelt das ramponierte Image aufzubessern und der Rebsorte zu dem zu verhelfen, was sie eigentlich verdient hat: ein Star am italienischen Weinhimmel zu sein.
Das Weingut ‘Collefrisio’ aus den Abruzzen hat sich erstmalig mit dem Jahrgang 2008 getraut, einen ‘Klopfer vor dem Herrn’ raus zu hauen. Gerade mal 40hl Ertrag je Hektar (für das deutsche Flaggschiff ‘Grosses Gewächs gelten 50hl/ha!), ewig lange Maischestandzeit und eine anschliessende Reifung von 18 Monaten im Barrique lassen uns einen Wein erleben, der mit Amarone, Brunello, Barolo und Co. auf jeden Fall in einem Atemzug genannt werden muss (natürlich nur mit den Besten der genannten Appellation).

Ökonomisch erfolgreich war dieser grandiose Wein für Amadeo de Luca und Antonio Particelli leider nicht: einen solch guten Wein traut man der DOC Montepulciano d’ Abruzzo mit ihren Massenweinen einfach nicht zu. Und so sind die Beiden einige Jahre später dazu umgeschwenkt, Montepulciano ‘more sexy’ zu gestalten. Das Antrocknen der Trauben bzw. der Verschnitt mit Primitivo mag zwar dem sensorischen und ökonomischen Zeitgeist (kurzfristig) entsprechen – auf lange Sicht kann die Region aber nur mit  reinsortigen Weinen wie dem 2008er Flaggschiff punkten.

Wir haben noch einige wenige Flaschen im Verkauf: € 25,80/ 750ml

2018-2018: Sauvignon Blanc ‘Limited Release’

Hui-da war der Weg im ‘Lager der Historie’ ja nicht wirklich lang! Ein Wein aus 2018, wo doch das Jahr noch nicht zu Ende ist? Wie soll das gehen? Die Lösung ist ganz einfach: wir rutschen einfach mal geschwind auf die Südhalbkugel nach Neuseeland-und treffen auf einen sensationellen Sauvignon Blanc! Während bei uns die Winterreifen aufgezogen werden, beginnt in Neuseeland gerade der Sommer. Die Weinlese wird im April/ Mai starten – und somit ist es dann nicht erklärbar, dass 6-7 Monate später bei uns die ‘frischen Jahrgänge’ anlanden.
Den Basis Sauvignon Blanc vom Mount Riley finde ich ja bereits mächtig sexy, aber der ‘Limited Release’ ist dann doch nochmals ein Paukenschlag für alle Sauvignon Blanc Liebhaber! Waren früher viele neuseeländische Sauvignon doch arg übertrieben aromatisch, so zeigt uns das Weingut Mount Riley in Marlborough, dass es auch elegant und lecker geht. Pyrazin, ein Aromat welches im Sauvignon Blanc verstärkt vorzufinden ist, kann in heissen Gegenden/ Jahrgängen richtig fies werden: wenn der Wein nur noch nach Tomatenstengel und Katzenpipi riecht und schmeckt, ist der Winzer über’s Ziel geschossen, und zwar heftig. Im ‘Limited Release’ (der jedes Jahr eine Topp-Selektion aus verschiedenen Weingärten abbildet) finden wir tolle Zitrus-Noten nach rosa Grapefruit, wir finden grasige (Zitronengras) und minzige Noten, dazu eine wunderbare Eleganz. Der Wein hat Zug am Gaumen und wird nicht zuletzt von einer knackig-frischen Säure von 7,3g/L sauber getragen. Diesen Wein kann man sofort trinken, muss man aber nicht. Das ist ein großer Wein für die nächsten 3-4 Jahre – und wer weiss: vielleicht entdecke ich ja 2028 noch eine Flasche im Lager und schreibe erneut  😉

 

2018 – 1998: ‘Mont Serrat’ – der kurze Ruhm von Torrevecchia

Schlappe 20 Jahre ist dieser rote Sizilianer aus der DOC Cerasuolo di Vittoria nun alt. Unwiderstehlich gut. Leider aber auch unwiederbringbar. Das Weingut ‘Torrevecchia’ in Acate stieg Ende der 1990er Jahre mit sensationellen Weinen zu einem unglaublichen Preis-Leistungsverhältnis wie Phönix aus der Asche. Genauso schnell, wie der Flug nach oben ging, kam der Absturz – und das Weingut existierte plötzlich nicht mehr. An Vermutungen und Gerüchten beteiligen wir uns nicht, wohl aber an der Schwärmerei über diesen Wein! Die DOC (heute DOCG) Cerasuolo di Vittoria in der Provinz Ragusa war lange eher unbekannt, und erlangte in der Weinszene erst in den letzten 10-15 Jahren eine verstärkte Beachtung. Den besonderen ‘Kick’ erlangt diese Appellation dadurch, dass neben der roten Sorte Nero d’ Avola eine weitere Sorte obligatorisch ist: Frappato. Diese Rebsorte überrascht mit einer großen Fruchtigkeit, die an gelbe Früchte erinnert sowie sehr viel Eleganz. In Verbindung mit der dunklen, kräftigen Nero d’Avola ist für mich diese Allianz weitaus spannender als eine Vermählung mit Cabernet, Merlot oder Syrah.

So öffnen wir denn mal ganz kurz unsere Schatztruhe und stellen bis zum 3. Advent einige wenige Flaschen des 1998er ‘MontSerrat’ in unser Verkaufsregal. Fein gereift, noch lange nicht am Ende, ein Wein den man mit Muße und bester Laune geniessen sollte. Preis je Flasche: € 19,98 😉
Angebot beschränkt verfügbar – solange Vorrat reicht.

 

Neu! ‘Trest’a Tramin’a – unsere Eigenfüllung aus dem Kloster

Mit guten & besonderen Produkten möchten wir gerne einen Bezug zu unserem Firmensitz herstellen. Im Jahre 1902 erbaut, war das Kloster Geistingen bis zu seiner Schliessung über 100 Jahre Heimat der Redemptoristen. Berühmt und geschätzt war der Standort für seine philologisch-theologische Hochschule, an der u.a. auch der spätere Papst Benedikt, Joseph Kardinal Ratzinger, häufig Gast war.
Heute ist die Nutzung ungleich weltlicher: Wohnungen, Büros und unser Geschäft haben Heimat in den denkmalgeschützten Gebäuden gefunden. Diesen neuen Geist haben wir in der Gestaltung der Etiketten aufgegriffen, ohne jedoch zu vernachlässigen, dass hier Glauben & Spiritualität lange eine feste Heimat hatten. Die ‘inneren Werte’ dieses Tresterbrandes liefern Philipp Müller & Jochen Laqué / gut von beiden, die den Trester des Gewürztaminers von einem befreundeten Kleinbrenner hervorragend destillieren ließen. Sehr weich, rund, mit einer wunderbaren Aromatik des Gewürztraminers im Abgang. Fein. Nein, korrigiere: sehr fein!

 

Unser ‘Trest’a Tramin’a – erhältlich in dekorativen Apothekerflaschen zu 500ml sowie 200ml.

 

Weinseminare im 1. Halbjahr 2019

Wir haben unsere ersten Termine & Themen für Weinseminare eingetütet.Los geht’s im Januar mit unserem Seminar ‘Basics’, gefolgt von dem sehr spannenden Blick nach Chile & Argentinien. Im April folgt schliesslich eine vinologische Rundreise durch Italien.

Basics: Was ist Wein? – Was kann ich schmecken? – Wie wähle ich Wein aus?

Typische Weiß– und Rotweine werden verkostet um Ihre Sinne für Farbe, Geruch und Geschmack zu sensibilisieren. Einkauf, Lagerung und richtiges Servieren ist danach für Sie ein Kinderspiel…
ca. 10 Weine, Teilnehmerunterlagen, Preis: 29,- Euro
Das Seminar dauert ca. 2-3 Stunden
Ort: Wirtz Wein & Kulinarisches im Kloster Geistingen, Waldstr. 21, 53773 Hennef

Termin: Samstag, 19. Januar 2019 / 18-21 Uhr

‘Bella Italia’ – Potential ohne Ende!

Man munkelt, dass die Italiener selber gar nicht wissen, über wieviele unterschiedliche Rebsorten sie eigentlich verfügen… Zwar versuchen die Winzer auch mit ‘internationalen Sorten wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Merlot & Co. die Aufmerksamkeit der interenationalen Weinszene auf sich zu lenken, aber die wahre Größe steckt dann eher in den heimischen Sorten wie Sangiovese, Barbera, Verdicchio … Die Liste ließe sich endlos fortführen – wir machen mal den Anfang und starten mit 8-10 Weinen:

ca. 10 Weine, Preis: 29,- Euro
Das Seminar dauert ca. 2-3 Stunden
Ort: Wirtz Wein & Kulinarisches im Kloster Geistingen, Waldstr. 21, 53773 Hennef

Termine:
Samstag, 16. Februar / 18-21 Uhr
Samstag, 13. April 2019 / 18-21 Uhr /Ausgebucht

‘El Classico’ – das Südamerika-Duell

Bis zur Jahrtausendwende waren Weine aus Chile & Argentinien ‘schwer in Mode’. Plötzlich wurde es dann still um Malbec, Carménère & Co.: zu fett, zu schwer, zu untrinkig. Dabei haben beide Länder aufgrund ihrer geografischen Besonderheiten die besten Vorraussetzungen um präzise & elegante Weine zu produzieren. Es wird daher höchste Zeit, die Weine aus den Ländern am Fusse der Anden mal wieder über die Zunge rollen zu lassen!

ca. 10 Weine, Preis: 29,- Euro
Das Seminar dauert ca. 2-3 Stunden
Ort: Wirtz Wein & Kulinarisches im Kloster Geistingen, Waldstr. 21, 53773 Hennef

Termin: Samstag,  25. Mai 2019 / 18-21 Uhr

2019er Grillseminare mit Feinschmecker-Metzgerei Kraus

Herr Kraus & Herr Wirtz stehen auch in 2019 mit Grillzange und Korkenzieher wieder für euch zur Verfügung! Wir starten mit unseren Grillseminaren am 7. Mai 2019 (Dienstag). Weitere Termine sind:

Beginn mit Theorie und Vorbereitung um 16:00 Uhr in der Metzgerei Kraus. Praktischer Grillteil dann bei uns hier in der Weinhandlung. (Gesamtdauer 16-22 Uhr). Eine Anmeldung/ Gutscheine sind sowohl in der Metzgerei wie auch bei uns möglich.

‘Hast du etwas Zeit für mich…

…singe ich ein Lied für dich’. Wer erinnert sich nicht an die berühmten ’99 Luftballons’ von Nena in den 1980er Jahren. Das Wort ‘Zeit’ möchte ich aber gerne wieder in die Erinnerung der Weintrinker rufen. Wir sind heutzutage -wie in vielen Bereichen des Alltags- gewohnt, etwas genau für den Konsum jetzt-hier-und-heute zu kaufen. Korken raus, rein ins Glas, ‘Hurra-die-Waldfee’ Genuss und Spass verspüren. Das funktioniert auch mit vielen Weinen recht unproblematisch, wenngleich auch hier etwas Geduld für das ungleich größere Geschmackserlebnis sorgen würde.
Was ist aber mit Weinen, die in dieses Schema nicht passen? Sie fallen in Verkostungen in der Regel gnadenlos durch! Nehmen wir einen Barolo aus dem Piemont. Vinifiziert aus der Nebbiolo-Traube, die fast ausschliesslich in und um die Provinz Alba produziert wird. Eine Traube voller Gerbstoffe, voller Säure, verhalten in der Farbe, speziell und unverwechselbar zugleich. Drei Jahre Fassreife sind laut Disziplinar obligatorisch, danach noch eine gewisse Zeit auf der Flasche. Aktuell ist der 2014er von Bel Colle verfügbar. Ein genauso unfertiger wie faszinierender Wein aus der berühmten Einzellage ‘Monvigliero’. Hatte bei Vino & Kino mit seiner Strenge, mit seiner Jugendlichkeit, keine Chance gegen die ‘charmanten’ Rotweine aus Spanien. Ein schlechter Wein? Nein, ein Wein voller Mystik und Faszination, den ich als ‘Rest’ aus der Verkostung geniessen durfte! Da war er 3 Tage offen und zeigte schön, wo die geschmackliche Reise hingeht. Feine ätherische Fruchtnoten, etwas Toffee, viel Gewürz, saftige Säure, zupackendes Tannin, das nicht ruiniert.
Oder der Amarone von Biscardo. Bis vor 3 Wochen durfte ich noch vor dem 2013er niederknien, ein umwerfender Wein! Nun ist dieser Jahrgang komplett, vergriffen, der 2015er ist nun aktuell im Verkauf. Natürlich ist dieser noch etwas kratzig am Gaumen, noch nicht in kompletter Harmonie verwoben. Aber auch hier: 4 Tage offen – und meine Frau sagt ‘was für ein toller Wein!’

Was bedeutet das für Sie als Kunde & Konsument? Sie müssen mutig sein. Sie müssen mutig & gewillt sein, einen Wein heute zu kaufen, den Sie besser erst morgen trinken. Sie können nicht darauf hoffen, dass Winzer & Händler ständig mit trinkreifen Jahrgängen verfügbar sind. Dass mag bei großen Anbaugebieten, bei unbekannten Anbaugebieten funktionieren. Aber bei berühmten Appellationen funktioniert es garantiert nicht. Sie müssen sich diese Weine nicht kistenweise weglegen – aber ich persönlich habe immer 3-4 sorgsam gereifte Barolo, Amarone, Barbaresco oder Mosel-Rieslinge im Regal. Weil ich weiss, dass diese mir an besonderen Tagen mit besonderen Leuten unvergleichliche Freude bereiten. Weil sie sich geschmacklich vom mainstream genauso abheben wie eben jene Tage. Freunde und Momente. Nehmen Sie sich Zeit. Für sich. Und die Weine!

Rückschau: VINO & KINO Herbst 2018

Seid über 20 Jahren sind wir immer am ersten Montag/ Dienstag im November mit unserem beliebten Dauerbrenner ‘Vino & Kino’ Stammgast im Hennefer Kurtheater.

Trotz eines respektablen Erfahrungsschatzes ist man jedoch vor Überraschungen nicht gefeit. So hat sich während der Montag-Veranstaltung ein digitaler Fehler in unseren Film ‘Ladybird’ eingeschlichen. Die Ausleuchtung der Bilder erinnerte eher an unsere ersten Vino & Kino Veranstaltungen im Jahr 1997, als wir noch mit alter Technik und schlechten Filmkopien der Verleiher kämpfen mussten. Leider lies sich das Problem weder lokalisieren, noch beheben, so dass wir am Dienstag auf den Film ‘Book Club’ wechseln mussten – und dieser strahlte dann in bestem Licht & Ton! Dass dann der Chef höchstpersönlich auch noch einen komplett falschen Wein in die Degustation der 24 Weine ‘eingebaut’ hat, lies sich dann schon eher lokalisieren – und natürlich auch beheben 😉 

Der aktuelle Sommer hat es uns eindrucksvoll bestätigt: Deutschland wird wärmer! Zwar konnten wir den ‘Vin0 und Kino November Temperaturrekord’ aus dem Jahr 2016 (tagsüber 22,3° Cel. !) nicht knacken, jedoch zeigte sich einmal mehr: Weisswein ist ein Ganzjahresthema! Publikumsliebling war hier ‘Dem Müller Franz sein Riesling’, ein Wein wo der Chef erheblich seine Finger mit ihm Spiel hat. Und nein: der Chef hatte diesen Wein weder an seinem Stand, noch hat er ihn besonders gepushed: dieser Wein musste sich ganz regulär gegen die anderen Weissen behaupten! (wobei der Chef auch den Verdicchio aus den Marken, den ‘Axpoint’ aus der Wachau und den Mount Riley New Zealand Sauvignon ganz grandios findet)

Ganz vorne in der Kundengunst bei den Rotweinen lag die spanische Fraktion. Italien mit seinen eckigen & kantigen Weine geht erfahrungsgemäß in Verkostungen immer als zweiter Sieger hervor. So wundert es auch nicht, dass der Barolo ‘Monvigliero’ von Bel Colle abgeschlagen auf dem letzten Platz landete: ätherische Noten, mordsmäßige Säure und massivstes Nebbiolo-Tannin sorgen dafür, dass dieser Piemonteser ‘anstrengend’ daher kommt. Nein, dieser Wein will sich nicht elegant präsentieren, er will sich nicht unterordnen, er will nicht in einer 24er Verkostung gefallen. Dieser Wein fordert die komplette und ungeteilte Aufmerksamkeit – und die hat er dann vom Chef um 1 Uhr nachts bekommen, als Hunderte von Gläsern gespült und mehrere Kubikmeter Equipment wieder verladen waren. ‘Füsse hoch mit Barolo’ – der Chef liebt seinen Beruf!

 

NEU: Oropasso, die weisse Schwester des Neropasso

Der ‘Neropasso’ als Roter mit seinem saftigen Cassis-Aroma hat schon seit Jahren eine treue und zufriedene Trinkerschar um sich geschart. Nun hat uns auch der weisse ‘Oropasso’ so richtig überzeugt. Aus den Trauben Garganega (die ‘Soave-Traube’) und Chardonnay wird dieser saftige und mundvolle Wein gekeltert. Der Chardonnay-Anteil wird fast schon überreif geerntet und verleiht dem Wein ordentlich Bums. Die Garganega-Traube mit ihrer Würze verhindert aber perfekt, dass der Chardonnay uns aromatisch davon galoppiert. Eine tolle, sehr saftige, geschmeidige und ungemein animierende Cuvée. Oder anders: molto lecker!!!

‘Oropasso’ Veneto Bianco IGT 2017 – Biscardo (750ml/ € 8,50 – Literpreis € 11,33)

 

Colors von Cervoles: wenn der spanische Hirsch im Herbst röhrt!

Brunftig geht’s ab Oktober zu, im Gehege der Rothirsche. Mittels der typischen kehligen Laute sollen sowohl die weibliche Welt erobert, wie auch die männlichen Rivalen vergrault werden.

Und was soll ich sagen: auch dieser spanische Rotwein mit dem präsenten Hirschmotiv ‘röhrt’ ohne Ende!

1988 erlangte die Anbauzone Costers del Segre D.O. Status. Geografisch befinden wir uns nordwestlich von Barcelona an den Ausläufern der Pyrenäen.  Die Anbauzone ist zwar heiss und trocken, profitiert aber von der Höhenlage der Weinberge bis auf 1000m. Bereits sehr früh wurden hier neben dem ‘Platzhirsch’ Tempranillo internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Chardonnay ausprobiert.

So wundert es auch nicht, dass dieser Rotwein aus den Händen von Tomas Cusiné so daher kommt, als wäre er schon immer ‘ein guter Freund der Familie’. Grenache, Merlot, Cabernet Sauvignon und Tempranillo wurden harmonisch perfekt kombiniert, der Holzeinsatz des Barriques ist nur unterstützend und zehrt weder an Fruchtfrische noch an Saftigkeit. Bei aller Wucht ist dieser Wein zwar präsent, aber nie opulent, penetrant oder nervend. Für mich ein ganz, ganz großer Wurf mit einem atemberaubenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

‘Cérvoles’ Costers del Segre D.O. 2016 – Celler Cérvoles 

 

 

!! ACHTUNG !!

Aktion bis 31. Oktober 2018 – bei Abnahme eines kompletten 6er Kartons minus 10%
(regulär € 9,95/ 750ml Flasche)