Nordur-Salt: mit dem Rad ein Klacks

Wozu braucht man eine Spedition, wenn zwei Freunde ein Fahrrad besitzen…
So oder so ähnlich könnte der Opener zu einer Geschichte lauten, die skurril begann, tatsächlich stattfand – und nun unbedingt erzählt werden muss!

Ulrich Birkmann & Roman Tripler, meine radelnden Spediteure, waren wirklich in Breiðafjörður, dort ganz oben im Norden, wo niemals die Sonne scheint, der Regen genauso waagerecht prasselt wie der Gegenwind ins Gesicht bläst. Und haben sie mir nun Salz besorgt? Keine Ahnung, auch ich werde mich überraschen lassen 🙂

Am 4. November präsentieren die Beiden in Film, Foto und Ton ihre Geschichte – live im Kurtheater Hennef.
(Beginn: 11:00 Uhr/ Einlass 10:00 Uhr). Karten zum Preis von 15,00 EUR erhalten Sie bei uns im Geschäft, an der Kasse des Kurtheaters und soweit dann noch verfügbar an der Tageskasse. Der Erlös der Veranstaltung wird gespendet!)

 

 

‘Aenaon’ unser Olivenöl aus Griechenland

Begeben Sie sich ‘geografisch-gedanklich’ mit mir zu den ‘drei Fingern’ der Peleponnes, einer der grünsten und fruchtbarsten Regionen Griechenlands. Und nun gehen wir gedanklich zum ‘westlichsten Finger’, der Region Messinien: hier ist die Heimat Ihres/unseres ‘Aenaon’-Olivenöls.

Die Familie Karoumpalis gründete ihre erste Olivenmühle in den 1960er Jahren in der Stadt Medaina, unweit der Stadt Kalamata – die auch Namensgeber für die gleichnamige (Speise-) Olivensorte ist. Stetige technische Fortentwicklung war der Garant dafür, dass die örtlichen Olivenbauern auf die Karoumpalis-Kompentez in Betreuung, Verarbeitung und Vermarktung setzten. So sind heute über 210 klein- bis mittelständische Olivenbauern mit knapp 4000 Hektar Olivenhainen Lieferant der edlen Koroneiki-Olive. Diese Olivensorte ist eher klein, fest, sehr kompakt und somit ‘unattraktiv’ für Schädlinge. Im Gegensatz zu italienischen Olivenölen ‘fehlt’ hier die typische Bitterkeit und Schärfe; weich, rund und fruchtig sind eher die Attribute, die gerade dem deutschen Geschmack sehr entgegen kommen.

Übrigens: das Preis-Leistungsverhältnis des Karoumpalis-Öl ist schlichtweg unfassbar gut!

5000ml Kanister: € 49,90

750ml Glasflasche (eckig): € 8,90

500ml Glasflasche (rund): € 7,50

 

 

 

Jorio 2002 von Umani Ronchi – Alter schützt vor Genuss nicht!

Überrrrraschung!
Ein Montepulciano aus dem Jahre 2002, ‘mittlere Liga’ – ob da noch Spass im Glas ist?
2002 war ein katastrophaler Jahrgang in Italien: viel Regen, Nässe und Fälnisdruck, so dass viele Winzer erst gar nicht in Versuchung kamen ihre Topp-Weine so produzieren. Somit sind dann die besten Trauben in die einfacheren Weine geflossen. Wie sagt man auch so schön: gute Winzer erkennt man in schlechten Jahrgängen.
Jetzt aber genug des Geplänkels: wie ist er denn nun, der ‘Jorio’ Montepulciano d’Abruzzo DOC 2002?
Dichte, tiefrote Farbe. Leicht teerig, Bratensaft, dann mit Luft Preiselbeere und Schwarzkirsche. Blind als Montepulciano zu erkennen. Keine Firne, lebendies Tannin. Es fehlt vielleicht die ganz große Eleganz die der Wein durch ein Barrique bekommen hätte. Aber so ist er wunderbar trinkig, mit Biss und schönem Säurekick. Den könnt ihr gerne belüften oder über mehrere Tage trinken. Diesen Wein hätte ich ‘blind’ auf maximal 4-5 Jahre geschätzt – aber 16 Jahre? Niemals! Hält locker noch 5 Jahre, so meine Vermutung.
Wir haben noch ein paar Flaschen ‘on stock’ – € 8,90 die 075er Pulle

BURGER-Sprechstunde Fr. 14. September 2018

Mit der großen Politik haben wir Nichts am Hut, aber für Kulinarik, da gehen wir gerne mit euch auf die Strasse! Die Metzgerei Kraus wird jeweils im Frühjahr & Herbst zur Geistinger ‚Street-Food‘-Sektion. Metzgermeister Peter Kraus wirft die Grills an und ‚baut‘ euch BURGER, so wie sie sein sollen: handgemacht! Weinhändler Oliver Wirtz schenkt Weiss- und Rotweine aus und unsere Nachwuchs-Gang schiebt euch Kölsch, Craft-Biere und Softdrinks über den Tresen. Kommt vorbei, bringt Kind & Kegel mit und startet mit uns lässig in das Wochenende!

Kosten: kein Eintritt, nur die tatsächlichen Verzehrkosten.

Terminsache: Die nächsten Weinseminare

‘Urlaubsmitbringsel, Kellerfunde, Mainstream und Exoten’

Ca. 10-12 Weine werden wir kunterbunt verkosten und kontrovers diskutieren. Weiss & Rot werden dabei sein, jung & alt…

1. Termin: Dienstag, 28. August – 19:30-22 Uhr
2. Termin: Samstag, 1 September – 18-20:30 Uhr

Preis: € 29,00 je Person. Anmeldung erforderlich!

Der Sommer war sehr kalt…

… gut, diese Schlagzeile sorgt aktuell eher für schwitzendes Kopfschütteln. Aber es ist noch gar nicht solange her, in 2017, da herrschte in der deutsche Weinwelt das frostige Entsetzen. Das zu warme Frühjahr sorgte in 2017 für einen frühzeitigen Austrieb. Und dann kam die Nacht vom 19. auf den 20. April. Und es kam der Frost…
Wer nur 70-80% Ernteausfall hatte, konnte fast noch zu den Glücklichen zählen. Angelina & Kilian Franzen aus Bremm/ Mosel hatten dann leider im Herbst 2017 sehr, sehr viel leeren Platz im Keller.

Natürlich hat dieses prägende Ereignis auch das Etikett des ‘Der Sommer war sehr groß’ bestimmt. Bei diesem Ereignis wird immer ein besonderes Ereignis in der Weinfamilie Franzen aufgegriffen. Und in 2017 war es nun mal der Frost…
Wir sind mal gespannt, was den Beiden zu 2018 einfallen wird 🙂 Hoffentlich gibt es in den letzten 6-8 Wochen bis zur Lese keine Unwetter, keinen Hagel, keinen Starkregen etc. Ich denke, wenn Alles gut läuft wird das 2018 Etikett bestimmt ein warmer Farbton zieren, eine Sonne … ach, warten wir es einfach geduldig ab 🙂

 

Wenn Winzer irren – oder: 3 Kisten zum Schnapperpreis!

…irren ist zutiefst menschlich. Und manchmal sogar richtig genussvoll! Der Vermentino ‘Nord Est’ der Cantina del Vermentino aus Sardinien ist von seinen Machern so konzipiert, dass er im Folgejahr auf die Lese hemmungslos in den Schlünden der Touristen verschwinden soll. Spätestens ab Herbst wird dieser Wein dann kurzatmig, der sichere Tod folgt noch vor Jahreswechsel. Nun scheint aber keiner der munteren sardischen Genossen an die Wiedergeburt zu glauben. Für mich unerklärlich, wird doch in der Anbauregion Gallura stets das Terroir und das Potential der Vermentino-Traube groß auf die Fahne geschrieben. Warum soll dann bitte der ‘Nord-Est’ eine Ausnahme bilden? Nur weil er aus flacheren Lagen und von jüngeren Reben kommt?
Zur Entschuldigung der Genossen gebe ich gerne zu: ja, nach einem Jahr wirkt der Wein wirklich leblos, einfach gestrickt, banal, dumpf und so herrlich spannend wie ein Fischessen an Karfreitag. Nur: wartet man ein weiteres Jahr, dann kommt wieder richtig Leben in die Bude! Die sprichwörtliche Mineralität, welche die Kalkböden ausmacht, die Saftigkeit und die Eleganz kehren zurück. Oder Anders: der Wein kommt mit einem weiteren Jahr Reife frischer ins Glas als noch ein Jahr zuvor. Saftige Aprikose, etwas Birne, toller Schmelz am Gaumen, saftig, feine mineralische Herbe – ein Sommerwein um aus Putzeimern zu saufen! So kann Vermentino. So muss Vermentino!

Im Nordwesten Sardinien steigt Phönix aus der Asche!

Ich vermute, Sie werden mir nicht ganz trauen. Ich werde Sie daher mit einem Argument überzeugen, wo der Deutsche niemals ‘Nein’ sagen kann: mit gespartem Geld!
3 Kisten à 6 Flaschen stehen hier mit einem fetten 50% Schild!
Statt 46,80 (Flaschenpreis € 7,90) zahlen Sie nur € 23,40 für’s sixpack. Aber nach drei Kisten ist Schluss mit Rabatten – die restlichen Karton sind dann wieder regulär im Flaschenpreis (und selbst der ist für die aktuelle Qualität ein Schnapper!)

 

 

 

 

Schwarz & Weiß, Siegen und Verlieren: Italien versus Frankreich

Was für ein unterschiedliches Paar! Hier das weisse Etikett aus Frankreich, welches zumindest in puncto Fussball aktuell die Nase ganz weit vorne hat. Dort das schwarze Etikett aus Italien – welches fast schon symbolhaft für die Trauer der Italiener steht, überhaupt erst gar nicht die Quali für die aktuelle Fussball-WM geschafft zu haben…

So unterschiedlich die Farben der Etiketten, so verschieden wie die aktuellen Emotionen im Fussball, so präsentieren sich auch diese Weine:

Der Nerello Mascalese aus dem Südwesten Siziliens ist eher ein nicht-typischer Vertreter seiner Rebsorte. Während Nerelllo Mascalese vom Etna häufig streng wie ein Nebbiolo daher kommt, ist beim modern interpretierten  ‘Il Passo’ doch eher Fruchtigkeit & Eleganz dominierend. Der Trick: den reifen Trauben wird mit einem Abstand von 10cm die Fruchtrute gekappt. Am Stock konzentrieren sich so die Aromen und der Zuckergehalt (15-20 prozentigen Gewichtsverlust). Diese ‘fruchtige power’ steckt auch die Reife in gebrauchten Barriques für 6 Monate locker weg, so dass wir einen weichen, fruchtigen Wein mit dezenter Holzwürze erleben. Ach, wäre die italienische Nationalmannschaft mal so elegant & leichtfüssig durch die Quali gekickt…

Ganz Anders der reinsortige Malbec aus Cahors, einer Region im Südwesten Frankreichs. In vergangenen Zeiten war die Region Cahors einmal bedeutender als die westlich gelegenere Region Bordeaux. Durch Strafzölle konnte das mit idealen Transport- und Handelswegen gesegnete Bordeaux jedoch den ehrgeizigen Nachbarn in die Bedeutungslosigkeit versenken. Die Rebsorte Malbec ist schon eine Herausforderung. Sie ergibt tiefdunkle Weine mit ordentlich Kraft, Würze & Tiefe. Vergleichbar einem guten Bordeaux brauchen die Weine zunächst einmal Reife. So auch die hier präsentierte ‘Caroline’, benannt nach der Tochter des Familienweingutes. Mit viel frischem Wind und einem geschmeidigen Händchen für den Ausbau in Barriques beschert uns Caroline Cassot einen Wein mit absoluter Champions-Attitude! Und das zu einem Preis, wo man im Bordeaux noch nicht einmal die Trainingshose überstreifen würde 🙂

‘Stemmari’ – gute Sizilianer zum sehr guten Preis!

Wer auf kleine, handwerkliche Strukturen und Familienbetriebe fokussiert ist, der sollte schnell weiter klicken… Nein, die ‘Stemmari’- Linie aus dem sizilianischen Betrieb ‘Feudo Arancio’ hat mit Winzerromantik wenig Berührungspunkte. Vielmehr haben wir hier einen von A-Z durchorganisierten Großbetrieb, der dem Zufall keine Chance lässt. Schon vor Jahrzehnten glaubte die Genossenschaft ‘Mezzacorona’ aus dem norditalienischen Trentino an das Potential Siziliens – und baute dort einen eigenen Betrieb auf. Letztlich haben wir es auch diesen ‘größeren’ Betrieben (hierzu rechne ich bspw. auch Planeta) zu verdanken, dass die sizilianischen Weine überhaupt in unsere Wahrnehmung geraten sind. Kleine Familienbetriebe hingegen haben häufig weder Interesse noch die Menge noch das Marketing-Budget um Exportmärkte systematisch zu bearbeiten. Die Folge: viele tolle Regionen & Weine schlummern immer noch den Dornröschenschlaf und werden vom Konsumenten höchstens per Zufall im Urlaub entdeckt.

Die immer noch genossenschaftlich geprägte ‘Gruppo Mezzacorona’ ist inzwischen für knapp 185 Mio € Umsatz verantwortlich. Und sie ist der Beweis, dass sich günstige Preise & gute Qualität nicht per se ausschliessen müssen. Blitzsaubere Weine aus heimischen Rebsorten wie Nero d’Avola, Syrah, Grillo und Nerello Mascalese zu Preisen, die beim besten Willen kein Loch ins Portemonnaie fressen. Hier sind halt Abfüllanlagen, Betriebsabläufe, Logistik und Marketing so optimiert, dass nicht am Ausgangsmaterial, dem Wein, gespart werden muss. Gut, der Kunde muss auch bei den Rotweinen mit dem ‘Schrauber’ als Verschluss leben können…
Gerade im Sommer sehe ich jedoch auch hier einen Vorteil: warum nicht einfach mal einen Rotwein 15-30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Aktuell führen wir 4 verschiedene Weine der ‘Stemmari’-Linie. Einführungspreis € 5,90/ Flasche je Sorte solange Vorrat reicht!

Unbekannt, exotisch – und lecker!

Wer kennt in Deutschland einen Muscat Beaumes de Venise? Sicherlich nur diejenigen unter Ihnen, die in Südfrankreich in-oder-um Avignon Urlaub gemacht haben. Dass wir diesen Wein nun im Programm haben, ist natürlich auch nur unserem privaten Urlaubserlebnis zu verdanken. Am Fusse des berühmten Mont Ventoux, diesem weithin sichtbaren weissen Riesen in der Provence, haben wir in einem Landgasthof nicht nur vorzüglich gespeist, sondern auch diesen Muscat als Aperitif unter Pinien genossen. Wow – was für ein ‘anderer’ Geschmack!
Angebaut wird dieser Muscat auf kleinen terrassierten Weingärten unweit des Städtchen Carpentras. Die vollreifen Muskateller-Trauben (‘Muscat a Petit Grains’) werden mit einem unglaublich geringen Ertrag gelesen. Während der Gärung wird der Wein mit reinem Alkohol ‘aufgesprittet’ um so die gäraktive Hefe in den Ruhestand zu schicken. Im Ergebnis erhält man einen Likör-Wein mit 120g Zucker/ Liter und 15% Alkohol, der wunderbar die floralen und fruchtigen Aromen des Muskatellers an die Geschmacksknospen transportiert. Eisgekühlt als sun-downer, als Aperitif oder aber auch zur Begleitung von Süßspeisen ein umwerfendes (Sommer-) Erlebnis!

Eine kleine Anbauzone im Departement Vaucluse überrascht mit diesem tollen Likörwein!