Emilia Romagna

Die Emilia-Romagna ist so etwas wie das Nordrhein-Westfalen Italiens: von der Mentalität passen Rheinländer und Westfalen nicht ganz zusammen, aber es lässt sich aushalten…
Die unterschiedlichen Wurzeln zwischen Emiliani und Romagnoli machen sich auch im Weinbau bemerkbar: die Romagna brilliert mit grandiosen Sangiovese, die Emilia hat ihr Herz komplett den Schaumweinen – und hier zu vorderst dem Lambrusco verschrieben.

Cantine Formigine Pedermontana

Aus der Fusion zweier Genossenschaften ist eine Cantina enstanden, die auf fast 600 Hektar Lambrusco der Varietät ‘Grasparossa di Castelvetro’ produziert. Dank strengem Qualitätsmanagement werden blitzsaubere und sehr klassische Lambrusci erzeugt.

‘Inprincipio’ Lambrusco Grasparasso di Castelvetro Amabile (€ 5,90/750ml)

Der Lambrusco-Klon ‘Grasparossa’ hat mächtig Tannin – daher bietet sich ein restsüßer Ausbau geradezu an! Herzhafte Brombeer- und Kirscharomen, saftig und zugleich körnig im Mund. Endet blitzsauber mit zartem Fruchtschaum!

 

Tenuta Arpineto – Galeata/Forli (Romagna)

An der Grenze zur Toskana wird von Susanna Augusta Zorzi auf 8 Hektar nur ein Wein produziert: der ‘Pertinello’ (benannt nach dem Ortsteil). Dieser reinsortige Sangiovese reift zunächst für 18 Monate in grossen Holzfässern und verfeinert sich weitere 6 Monate in Barriques. Trotz aller Kraft ein wunderschön eleganter Wein. Für mich der Brunello der Emilia-Romagna!
Nachtrag: leider hat mit dem Jahrgang 2004 ein Besitzerwechsel stattgefunden – und leider hat sich auch der Weinstil geändert!

‘Pertinello’ Colli Romagna Centrale Sangiovese DOC 2003 (€ 13,50/750ml)

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