Schwarz & Weiß, Siegen und Verlieren: Italien versus Frankreich

Was für ein unterschiedliches Paar! Hier das weisse Etikett aus Frankreich, welches zumindest in puncto Fussball aktuell die Nase ganz weit vorne hat. Dort das schwarze Etikett aus Italien – welches fast schon symbolhaft für die Trauer der Italiener steht, überhaupt erst gar nicht die Quali für die aktuelle Fussball-WM geschafft zu haben…

So unterschiedlich die Farben der Etiketten, so verschieden wie die aktuellen Emotionen im Fussball, so präsentieren sich auch diese Weine:

Der Nerello Mascalese aus dem Südwesten Siziliens ist eher ein nicht-typischer Vertreter seiner Rebsorte. Während Nerelllo Mascalese vom Etna häufig streng wie ein Nebbiolo daher kommt, ist beim modern interpretierten  ‘Il Passo’ doch eher Fruchtigkeit & Eleganz dominierend. Der Trick: den reifen Trauben wird mit einem Abstand von 10cm die Fruchtrute gekappt. Am Stock konzentrieren sich so die Aromen und der Zuckergehalt (15-20 prozentigen Gewichtsverlust). Diese ‘fruchtige power’ steckt auch die Reife in gebrauchten Barriques für 6 Monate locker weg, so dass wir einen weichen, fruchtigen Wein mit dezenter Holzwürze erleben. Ach, wäre die italienische Nationalmannschaft mal so elegant & leichtfüssig durch die Quali gekickt…

Ganz Anders der reinsortige Malbec aus Cahors, einer Region im Südwesten Frankreichs. In vergangenen Zeiten war die Region Cahors einmal bedeutender als die westlich gelegenere Region Bordeaux. Durch Strafzölle konnte das mit idealen Transport- und Handelswegen gesegnete Bordeaux jedoch den ehrgeizigen Nachbarn in die Bedeutungslosigkeit versenken. Die Rebsorte Malbec ist schon eine Herausforderung. Sie ergibt tiefdunkle Weine mit ordentlich Kraft, Würze & Tiefe. Vergleichbar einem guten Bordeaux brauchen die Weine zunächst einmal Reife. So auch die hier präsentierte ‘Caroline’, benannt nach der Tochter des Familienweingutes. Mit viel frischem Wind und einem geschmeidigen Händchen für den Ausbau in Barriques beschert uns Caroline Cassot einen Wein mit absoluter Champions-Attitude! Und das zu einem Preis, wo man im Bordeaux noch nicht einmal die Trainingshose überstreifen würde 🙂