Nicht links liegen lassen: Weingut Forster/ Nahe

Es sind -wie so häufig- die Zufälle, die für Überraschungen im (Wein-) Leben sorgen. Anlässlich der Prowein auf der Suche nach einem Weingut aus Baden, landet man plötzlich zufällig an der Nahe. Nicht weil ich geographisch verpeilt wäre, sondern schlichtweg weil es sich aufgrund der Laufwege rein zufällig ergab. Und weil ‘Zufall’ nun mal nicht ‘Absicht’ oder ‘Plan’ bedeutet, konnte ich ohne jegliche Ambitionen so objektiv und neutral wie möglich probieren.
Nein, “Forster aus Rümmelsheim” stand definitiv nicht auf der ‘to-do-Liste’ für die Prowein. Wieso auch? Die Weinregion Nahe am südlichen Ende des Hunsrücks ist eher ein Gebiet, wo man gefühlt -fast schon gedankenlos- auf der A61 durchrauscht: Rheinhessen und die Pfalz mit ihrem ‘Sex-Appeal’ locken in schnellen 10-60 Autominuten. Da fällt so eine Region wie die Nahe schon mal durch’s Raster der Wahrnehmung. Ob dies arrogant, menschlich, oberflächlich oder was auch immer ist … geschenkt! Eines ist jedoch klar: es ist ein großer Fehler! Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es auf engstem Raum eine derartige Vielfalt an Klima und Geologie! Es vereinen sich sowohl Einflüsse von Mosel (Rotschiefer), Mittelrhein (Grauschiefer), Rheingau (Quarzit), Rheinhessen (Lössboden) wie auch der Pfalz (Muschelkalk) auf wenigen Kilometern. Und diese Millionen Jahre alte Laune der Natur prägt die Weine in einer Vielfalt, dass es wahrlich schwer fällt, wenn nicht sogar unmöglich ist, von ‘DEM Nahe-Wein’ zu sprechen. Vielleicht macht diese Vielfalt uns ‘Trinker’ auch so unsicher im Umgang mit der Nahe. Sehr viele Stilistiken, sehr viele Informationen – die müssen erst einmal verarbeitet werden.

Bei dieser ‘Verarbeitung’ hilft uns in wunderbar entspannender Art & Weise das Weingut Forster unweit der Burg  Layen. Georg und Margit Forster waren vor 25 Jahren ‘Öko-Pioniere’ im Ort. Der geneigte Leser möge sich bitte vor Augen halten, dass vor 25 Jahren eine derartige Entscheidung nicht unbedingt ‘sexy’ war, in einer Zeit wo man despektierlich von den ‘Ökos’ redete und Bio eben noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen war. Das Ehepaar Forster ist den Weg behaarlich gegangen, Georg Forster gilt in der Szene fast schon als der ‘Boden-Pabst’, ist er doch stets auf Veranstaltungen im In- und Ausland unterwegs, um das Thema ‘Gesundheit der Böden’ weiter zu perfektionieren. Sohn Johannes kann mit seiner visionären Denkkraft im Weinkeller nun die Früchte der Bio-Arbeit ernten. Die Traubenqualität ist selbst in schwierigen Jahren so exzellent, dass Johannes im Keller viele ‘Experimente’ wagen kein. Ein Chardonnay ‘Reserve’ oder ein Frühburgunder ‘Johannisberg’, der den Ausbau im 500l Tonneaux mit einer Frische und salzigen Würze kontert, dass es eine wahre Freude ist!
Johannes arbeitet häufig mit verlängerten Maischestandzeiten und langem Lager auf der Feinhefe. Das ergibt recht farbstabile Weine mit einem sehr schmelzig-milden Eindruck im Mund. Die Rieslinge (natürlich ist Riesling an der Nahe DAS Thema) spielen von den fruchtigen Basis-Rieslingen über die ‘Erdenweine’ (Kies versus Schiefer) bis hin zur Einzellage ‘Schlossberg’ oder gar der edelsüßen Auslese nahezu jede Tonart! 

Das Marketing und das Erscheinungsbild der ‘Marke’ Forster ist zudem erfreulich modern und designorientiert. Wer jetzt denkt ‘Bio plus Design – jetzt wird es aber teuer!’ Fehlanzeige: auf diesem Qualitätsniveau sind die Weine geradezu ein Schnapper. Ein Weissburgunder mit genauso viel Sortentypizät wie Schmelz & Raffinesse für deutlich unter 10 Euro – wo gibt es dann denn noch?

Wer aus diesen Zeilen heraushören möchte, dass ich gerade ganz viel Spass mit der Nahe und dem Weingut  Forster habe – gerne, ich werde nicht widersprechen 🙂

Vom Weingut Forster führen wir aktuell u.a. folgende Weine im Sortiment (die Preise sind identisch mit den ab-Hof Preisen und gelten für 750ml)

Rivaner Nahe QbA 2018 (€ 6,50)

Weisser Burgunder Nahe QbA 2018 (€ 7,50)

Riesling trocken Nahe QbA 2018 (€ 7,50)

Riesling feinherb Nahe QbA 2017 (€ 7,50)

Riesling ‘Bergsteiger’ Nahe QbA 2017 (€12,50)

Riesling ‘Wüstenwanderer’ Nahe QbA 2017 (€12,50)

Riesling ‘Seefahrer’ Nahe QbA 2017

Riesling Nahe QbA 2017 ‘Vom Kies’ (€ 9,50)

Riesling Nahe QbA 2017 ‘Vom Schiefer’ (€ 9,50)

Riesling ‘Schlossberg’ Nahe QbA 2016 (€ 15,00)

Riesling Auslese edelsüß Nahe QbA 2017 (€ 16,00)

Grauburgunder ‘Reserve’ Nahe QbA 2017 (€ 15,00)

Solaris Auslese edelsüß Nahe QbA 2017 (€ 9,00)

Forster’s Rotwein Nahe QbA 2018 / fruchtig (€6,50)

Spätburgunder Rosé Nahe QbA 2018 (€ 7,00)

Spätburgunder Blanc de Noir Nahe QbA 2018 (€ 12,50) – im Vorlauf/ wird noch etikettiert!

Frühburgunder ‘Quarzit’ Nahe QbA 2017 (€ 9,50)

Frühburgunder ‘Johannisberg’ Nahe QbA 2015 (€ 17,00)

 

 

 

Der Sommer war sehr kalt…

… gut, diese Schlagzeile sorgt aktuell eher für schwitzendes Kopfschütteln. Aber es ist noch gar nicht solange her, in 2017, da herrschte in der deutsche Weinwelt das frostige Entsetzen. Das zu warme Frühjahr sorgte in 2017 für einen frühzeitigen Austrieb. Und dann kam die Nacht vom 19. auf den 20. April. Und es kam der Frost…
Wer nur 70-80% Ernteausfall hatte, konnte fast noch zu den Glücklichen zählen. Angelina & Kilian Franzen aus Bremm/ Mosel hatten dann leider im Herbst 2017 sehr, sehr viel leeren Platz im Keller.

Natürlich hat dieses prägende Ereignis auch das Etikett des ‘Der Sommer war sehr groß’ bestimmt. Bei diesem Ereignis wird immer ein besonderes Ereignis in der Weinfamilie Franzen aufgegriffen. Und in 2017 war es nun mal der Frost…
Wir sind mal gespannt, was den Beiden zu 2018 einfallen wird 🙂 Hoffentlich gibt es in den letzten 6-8 Wochen bis zur Lese keine Unwetter, keinen Hagel, keinen Starkregen etc. Ich denke, wenn Alles gut läuft wird das 2018 Etikett bestimmt ein warmer Farbton zieren, eine Sonne … ach, warten wir es einfach geduldig ab 🙂

 

Müller Franz und Müller und Franzen im Paket!

 

Der ‘Müller Franz’, das neue Projekt von Philipp Müller, Kilian Franzen und Oliver Wirtz hat euch ein nettes Paket geschnürt!

Aus dem Projekt ‘Müller Franz’ packen wir je dreimal:

+ dem ‘Franz sein Riesling’ ein – ein Wein der bereits hartnäckig für Furore sorgt…
+ ‘Annabelle Spritz’ – Spätburgunder Rosé im fruchtigen Mosel-Kabi-Stil
+ und ‘Amadeus Fiffikus’ dem Franz sein Sohn sein trockenes Cuvée.

Herr Müller steuert aber auch gerne was aus seinem Pfälzer Betrieb ‘Gut von Beiden’ dazu:

+ Chardonnay Pfalz QbA 2016
aus der Topp Lage ‘Appenhofener Steingebiss’, weder breit noch nussig; Klasse! Siegerwein bei der Jungen Südpfalz.
+ Cuvée ‘Durchblick’ Pfalz QbA 2016
ein fruchtig würziger Rosé aus Spätburgunder & Cabernet-Sauvignon. Läuft!
+ Cuvée `Leuchtstoff’ Pfalz QbA 2016;
die Auferstehung des Gewürztraminers, perfekt abgefedert dank 25% Kerner. Mehr davon!

Und Herr Franzen aus Bremm an der Mosel? Der Herrsches des steilsten Weinberg Europas? Auch er lässt sich nicht Lumpen und empfiehlt:

+ ‘Quarzit’ Mosel QbA 2016
wurde bereits als bester Guts-Riesling Deutschlands gelobt. Respekt!
+’Der Sommer war sehr groß’ Riesling 2016
ein Querschnitt aller Franzen-Steillagen in Bremm und Neef in einer Flasche. Optisch & sensorisch ein Kunstwerk von Angelina & Kilian Franzen!
+ Bremmer Calmont Riesling Kabinett feinherb 2016. 
 die Renaissance des leichten, fruchtigen, mineralischen ‘Mosel-Kabinett’ Stil. Applaus!

Diese 15 Weine verpacken wir euch in eine herrliche Retro-Weinsteige im Wert von € 12,90. Für 130 Euro erhaltet Ihr diese 15 Flaschen und spart insgesamt knapp 18 Euro. Ein Versand ist leider nicht möglich!

 

 

Kommt der Frühling, kommt der Durst!

Wir haben uns mit den ersten Weinen des Jahrgang 2016 eingedeckt! Ein Jahrgang, der mich bisher durch die Bank begeistert: gemäßigt im Alkohol, aber mit voller Präsenz am Gaumen. Die Weine scheinen sogar was für’s sensorische Lehrbuch zu sein: die sortentypische Aromatik habe ich so präzise und geradlinig schon lange nicht mehr erlebt!

Eröffnen wir die ‘2016er Saison’ mit vier Weinen von Jochen Laqué und Philipp Müller (Gut von Beiden/ Südpfalz)

 

Riesling Pfalz QbA 2016:
saftig, gute exotische Frucht. (€ 7,50/ 750ml)

Weisser Burgunder Pfalz QbA 2016:
knackig, frischer Apfel, etwas Pfirsich (€ 7,50/ 750ml)

Cuvée ‘Hellseher’ Pfalz QbA 2016:
weich und fruchtig, hohe Schluckfrequenz! (€ 7,50/ 750ml)

Cuvée ‘Leuchtstoff’ Pfalz QbA 2016:
aromatisch, würzig, spielerische Fruchtigkeit. Läuft! (€ 8,50/ 750ml)

++++ unsere Aktion bis Ostern 2017 ++++ bei Abnahme von 12 Flaschen (auch sortiert!) gewähren wir 10% Frühjahrsrabatt auf die o.a. Preise ++++ Versand in -D- plus € 6,90 ++++

Moselseminar – Monotonie ausgeschlossen!

Wieder hat das Moselseminar mit den Weinen des Weingut Berres gezeigt: trotz der vermeintlichen Sicherheit ‘Bescheid’ zu wissen, überrascht jede Flasche. Und trotz der Ausgangssituation ‘Eine Rebsorte (Riesling) plus ein Weingut kommt selbst nach der 17. Flasche noch keine Langweile auf. Zu vielfältig, unerwartet und unberechenbar präsentieren sich diese Weine aus dem Ürziger Würzgarten der Jahrgänge 2003 bis 2015. Und wer glaubt, die Analysewerte auf dem Papier (Restzucker/ Säuregehalt/ Alkohol) würden über den sensorischen Zebrastreifen führen – Fehlanzeige! Mehr noch: was wir heute sensorisch so-und-so einordnen, kann in einem halben Jahr wieder komplett anders aussehen. So ist ein vor einem Jahr ‘tot geglaubter’ 2007er Kabinett trocken vom ‘Grauschiefer’ aktuell wieder präsent und stabil. 2003er Weine von Vater Alfred Berres? Retten den Ruf des deutschen Weinbaus, waren doch 2003  landauf-landab sonst nur dumpfe alkoholische Weine ohne Finesse und Lebenskraft produziert worden!

‘Gut von Beiden’ – gut zu trinken!

Langsam wird es schon beängstigend: wieviele Winzertalente entspringen denn da noch rund um das südpfälzische ‘Bermudadreieck’ Kleinfischlingen-Großfischlingen-Hochstadt? Frank Spiegel, Thommy Hörner und nun Philipp Müller.

Philipp ist für uns ein alter Bekannter, hat er uns doch bereits zu seiner Studienzeit auf das Weingut Ellermann Spiegel aufmerksam gemacht. Nach mehreren gemeinsamen Weinlesen mit Frank Spiegel sowie diverser Auslandspraktika hat sich der Geisenheim-Absolvent gemeinsam mit Kumpel Jochen Laqué dazu entschlossen dessen elterlichen Betrieb zu übernehmen. Seit 2013 tüfteln die Beiden gemeinsam in Wingert und Weinkeller – und das, was sie mit dem aktuellen 2015er Jahrgang (nicht gerade ein Jahrhundertjahrgang…) an Weissweinen in den Ring werfen, ist definitiv umwerfend lecker. Der Chardonnay hat sogar mit 91 Punkten den Wettbewerb ‘Junge Südpfalz’ punktemäßig dominiert und als Siegerwein den 1. Platz belegt. Der Riesling: was soll ich sagen … für mich einer der leckersten Weine des Jahres! Mehr noch: dieser Wein sollte für den Friedensnobelpreis nominiert werden, vereint er doch aufgrund seiner Frucht und Eleganz Rieslingliebhaber und Rieslinghasser zum bedingungslosen gemeinsamen Zechen 🙂

gutvon - 1 (1)Dann sind da noch die ‘Lidder’-Flaschen: die junge Winzergeneration legt einen ungemeinen Wert auf ‘Gutsweine’ mit hohem Niveau. Dies sind Weine, die Spass machen, die mit großer Trinkfreude zu jeder Tages- und Nachtzeit Partystimmung erzeugen. Ob es nun der (trockene) Riesling-Lidder oder der (halbtrockene) Müller-Thurgau in der 1000 ccm Klasse ist; beide überzeugen durch ein veritables Preis-Genuss-Verhältnis!

 

Müller-Thurgau Pfalz QbA 2015 (Liter) – € 6,70
-nicht komplett trocken, feine Fruchtbombe mit saftiger Länge. Bitte ab sofort den ‘Müller-Thurgau-Vorurteilsmodus komplett ausschalten!-

Riesling Pfalz QbA 2015 (Liter) – € 6,70
-Philipp & Jochen präsentieren im ‘Liter’ einen Riesling, der qualitativ die Latte mächtig hoch legt. Feinfruchtig, schöne Würze, lecker, leer!-

Riesling Pfalz QbA 2015 (750ml) – € 7,50
– wer mit dem Litter bereits glücklich ist, wird hier vor Freude heulen! Natürlich kein mineralischer Riesling (das geben die Böden um Kleinfischlingen nicht her, aber von so zärtlicher, umarmender, präsenter und saftig Rieslingfrucht dass es eine Freude ist!-

Chardonnay Pfalz QbA 2015 – € 8,90 (der Sieger Wein, für einen Chardonnay erfrischend klar, präzise und mineralisch. Wer hier einen fetten & buttrigen Vertreter dieser Rebsorte erwartet, ist fehl am Platze! Prägend ist hier die Lage ‘Appenhofener Steingebiss’ an der Grenze zu Frankreich mit sehr kalkhaltigen Böden. Ich behaupte mal: ein Chardonnay für Sauvignon Blanc Fans :-))

 

Mosel – der Mythos lebt!

230 km Flusslauf in Deutschland, mineralische Böden bis zum Abwinken, Steillagen mit 60° Hangneigung, das weltweit größte zusammenhängende Anbaugebiet für Riesling (davon viele Reben noch wurzelecht), Weinbautradition seit über 2500 Jahren – da muss doch was gehen!

Und ob da was geht!
In meinen Augen ist der Riesling weltweit nirgendwo so sexy wie an der Mosel! Das Jonglieren mit den unterschiedlichen Einflussfaktoren von Boden, Lichtverhältnissen und Wärme, welche von Parzelle zu Parzelle extrem schwanken können, dieses Potential spielen viele Moselwinzer perfekt aus. So kommt denn auch bei einem Winzer wie Markus Berres, der außer Riesling in Topp-Lagen ‘Nichts zu bieten hat’ nie Langeweile auf!
In unserer Probe Ende Februar 2016 haben wir 19 Rieslinge aufgeschraubt – dabei hat keiner  wie der andere geschmeckt! Mehr noch: selbst nach dem 10. Wein in der Probe weisst du trotz Jahrgangsangabe und faktischem Restzuckergehalt nicht was dich sensorisch erwartet. Und noch mehr mehr noch: Weine die du vor einem halben Jahr erlebt & verkostest hast, präsentieren sich nun komplett anders. Oder anders: die Mosel lebt, sie ist voller Dynamik!

19-fach keine Langeweile
19-fach KEINE Langeweile!

 

Verkostet haben wir u.a.
# den Riesling ‘Devon’ aus 2014-2013-2012 und 2011. Aktuell ist der 2013er sicher der absolute Genussgarant – 2014 hingegen noch viel zu jung!

# die feinherben Riesling-Kabinett aus 2014-2011-2009-2008. Unfassbar, in welcher perfekten Balance sich der 2009er aktuell befindet. Hier stimmen Säure, Gerbstoffe & Mineralität mit der sich reduzierenden Fruchtigkeit gnadenlos zusammen!

2009er Ürziger Würzgarten Berres
Wäre es nicht so abgedroschen, müsste man sagen ‘Ein Traum im Glas’…

 

# der Unterschied zwischen Grauschiefer (Lage Erdener Treppchen) und dem Rotschiefer (Ürziger Würzgarten) jung (2012) und alt (2007). Auch hier wieder der klare Appell im Glas ‘Leute, habt keine Angst vor gereiften Mosel-Rieslingen!’ Diese Dichte, Eleganz und Würze am Gaumen – ja, das macht Spaß in der Fastenzeit 😉

riesling berres 2007
Stoppt den Jugendwahn! Die Mosel glänzt mit Weinen jenseits der Pubertät!

 

# Extremismus pur! Die Grand-Crù Lage Ürziger Goldwingert ist gerade einmal 3000 qm groß – und jedes Jahr bringt sie neue Facetten. Inzwischen kenne ich alle Jahrgänge ab 2006 aus dieser Lage – und Markus Berres lässt ihnen immer freien Lauf. Den 2008er mit Botrytis, feinherb ausgebaut: stoffig ohne Ende! Der 2014er mit 1.5 gr Restzucker sowas von knochentrocken – aber vollen Speichelfluss erzeugend! Danke Markus, für diesen Mut!!!

ürziger goldwingert
Extreme Lage – extreme Weine – und dennoch extrem lecker!

 

Tipp: wir haben z.Z. noch ältere Jahrgänge eingelagert. Haben Sie Mut, trauen Sie sich die Mosel von jung bis alt zu probieren!

 

 

Mystische Mosel

Ich hab’s getan. Erstmalig nach dem fatalen Netzhautriss im Mai diesen Jahres, als ich die letzten Steigungen im ‘Ürziger Würzgarten’ eher ‘seheingeschränkt’ absolviert habe, bin ich zurückgekehrt. Nach Ürzig. In den Würzgarten. Zu den Rieslingen. Zu Markus Berres.
Was macht diese Faszination aus, woher kommt diese magische Anziehungkraft? Ich glaube, es ist die Einfachheit. Man braucht sich nicht groß zu orientieren. Riesling ist das Thema – basta! Und dann kommt aber diese Kompliziertheit dazu: dieser ‘einfache’ Riesling überrascht (nicht überfordert!) mit einer schier unendlichen Breite an Geschmackseindrücken. Ich habe mit Markus lange & intensiv probiert; insbesondere die ‘gereiften’ Rieslinge sind immer wieder standing ovations wert. Wobei ‘gereift’ seit Verwendung des Schraubverschlusses ‘screw cap’ eine vollkommen neue Begriffsdefinition erfordert. Früher waren drei, vier, fünf Jahre alte Rieslinge vom typischen Petrolton geprägt. Heute macht man eine 2007er Spätlese auf, und denkt das Fräulein Riesling ist gerade mal drei Jahre alt!
Apropos ‘Schraubverschluss’: wir haben festgestellt, dass der ‘Schrauber’ eine Besonderheit aufweist: gehen beim mit Naturkork verschlossenen Wein Entwicklungsstufen fliessender ineinander über, so hauen sie beim Schrauber voll durch. Hat der Wein bspw. nach der Füllung einen sog. ‘Füllschock’, hat er ihn nicht selten in einer Ausprägung, dass man auf den Wein keinen Pfifferling mehr setzt. Hat der Mosel-Riesling seine Petrol-Phase, verwöhnt er nicht mit leichten schiefrigen Petrolnoten, sondern er riecht als sei ein Heizöllaster in der Kurve umgekippt. Auf der anderen Seite konserviert der Schrauber aber auch wiederum Fruchtphasen derart, dass man einen 8 Jahre alten Riesling als ‘Jungspund’ bezeichnen könnte.
Ich hatte unlängst den einfachen 2007er Riesling Kabinett trocken ‘Grauschiefer’ im Glas. Eigentlich wollte ich ihn ungeöffnet entsorgen, da dieser Wein vor gut 2 Jahren absolut tot war: ein Sack voll alter Petroleum-Lumpen. Nun geöffnet: Null Petrol, entfernter Lychée-Duft, straff und sauber am Gaumen. Brauchte locker 30 Minuten zum Atmen. Wow!

Die Mosel ist daher für mich ein Krimi: ich lese, ich glaube die Story und den Täter zu kennen – und schlage ich die Seite im Buch um, ergibt sich eine vollkommen neue Konstellation. Das ist fesselnd, das ist faszinierend!

Hier die Ergebnisse meines aktuellen Beutezuges:

Weisser Burgunder Mosel QbA 2014 (klassisch, sehr sortentypisch!)

Devon Riesling Mosel QbA 2013 (der Klassiker, etwas frischer als der 2012er)

Devon Resling Mosel QbA 2012 (perfekt gereifte Säure, für Liebhaber zwischen trocken und feinherb)

Ürziger Würzgarten Riesling Kabinett Mosel QbA  2011 (die volle Fruchtdröhnung, jung & frisch)

Ürziger Würzgarten Riesling Kabinett Mosel QbA 2009 (was für ein Wein! unfassbare Harmonie aus reifer Frucht, gereifter Säure und feinen Gerbstoffen)

Ürziger WürzgartenRiesling Spätlese Mosel QbA 2012 (92P in der ‘Weinwelt’, saftig, vollmundig, getrocknete Früchte auf tabakigen Würznoten)

Ürziger Würzgarten Roesling Spätlese Mosel QbA 2007 (knapp 71g RZ sind derart perfekt eingebunden, dass gerade das 8DKino erfunden wurde!)

Ürziger Würzgarten Riesling Auslese Mosel QbA (2010 war ein Jahr mit ganz tollen Botrytis-Noten!)

Sekt Mosel b.A. ‘C.H. Berres’ Extra Brut (mit 2 g RZ ‘theoretisch’ viel zu trocken, aber durch das lange Hefelager unfassbar fruchtig und druckvoll. Spielt gefühlt in der 30 Euro Champus Liga mit!!!)

 

Frische Hörner!


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Mit dem Jahrgang 2009 hat Thommy Hörner erstmals eigene Weine auf dem elterlichen ‘Hainbachhof’ ausgebaut. Ein großer Teil der Trauben bzw. des ausgebauten Weines ging früher an renommierte Pfälzer Betriebe – es ist somit wahrscheinlich, dass der Ein-oder-Andere von Ihnen in den letzten Jahren bereits unbewusst mit Genuss Thommy’s Weine ‘vernichtet’ hat – halt nur unter einem anderen Label 😉
Inzwischen ist der Bursche 23 Jahre jung – und präsentiert den zweiten Jahrgang unter den neuen ‘Hörner’-Etiketten. Diese Neustrukturierung hat für einen regelrechten Boom gesorgt, so dass Thommy mittlerweile einen Großteil seiner Produktion selbst vermarkten kann.

‘Stierisch guter Riesling!
In der Basis-Linie ‘Stier’ triumphiert wieder einmal der Riesling: man muss lange suchen, um einen ‘Gutsriesling’ in dieser Qualität – und zu so einem Preis zu finden. So klar, so elegant, so fein – da muss man bei VDP-Weingütern lange, lange schauen um ein derartiges Preis-/ Genussverhältnis zu bekommen!

hornykartBei den ‘Steinböcken’ sind Weisser Burgunder und Grauer Burgunder wieder eine Bank. Der Weisse mit feiner Frucht und schönem Burgunder-Schmelz, der Graue wieder mit ca. 5% Barrique-Anteil genauso eingestellt, dass er auch mir als ‘Grauburgunder-Hasser’ richtig schmeckt.

Hochstadt – deutsche Sauvignon Blanc Hochburg
Der 2014er Sauvignon Blanc ist für mich DIE Überraschung. Oder auch wieder nicht: die Hörner können fast schon als ‘Sauvignon Blanc Gurus’ bezeichnet werden, haben sie doch schon vor Jahren die edlen Südtiroler Klone der Laimburg-Schule gepflanzt. Sauvignon ist eigentlich eine furchtbare Diva: zu schnell kann’s in (grüne) Fehlaromen abdriften, die Eleganz geht flöten und zurück bleibt ein ‘penetranter Wein’.
In Hochstadt scheint man derartige Probleme nicht zu kennen – hier ist die ‘Diva’ immer elegant, eher französisch denn neuseeländisch. Der aktuelle 2014er ist für mich ein Paradebeispiel wie toll der von der Presse ‘kaputtgeschriebene’ Jahrgang eigentlich ist. Zwar weniger Alkohol, aber die Beeren waren alle kerngesund und hocharomatisch. Das ist kein Rock n’Roll sondern vielmehr Klassik im Konzertsaal mit bester Akustik!
Sehr elegant, sehr gelbfruchtig, nicht fordernd sondern weich, rund und zärtlich am Gaumen.

Aktuell verdrängt der Sauvignon Blanc sogar den ‘Gelben Muskateller’ von meiner Hitliste: frisch gefüllt präsentiert dieser sich (noch) zu floral, ja fast schon parfümiert. Da stellt sich bei mir nur reduzierter Trinkfluss ein. (Anmerkung: wir sind noch gaaaanz früh im Jahr – die Weine müssen sich zum Teil noch finden & abrunden. In 4-6 Wochen wird ‘mein’ Muskateller sicher wieder die gewohnte Droge sein!)
In wenigen Wochen wird auch Thommy’s neuer Wein, ein Rosé der Ultra-Schluckweg-Kategorie etikettiert sein. Allein der Name ‘Horny-Rosé’ spricht Bände – das ist geiler Trinkspass für den 24h-Stunden Non-Stop Konsum…

3* Riesling ‘Stier’ Pfalz QbA 2014 (€ 6,90/ Flasche)

3* Weisser Burgunder ‘Steinbock’ Pfalz QbA 2014 (€ 7,50/ Flasche)

3* Grauer Burgunder ‘Steinbock’ Pfalz QbA 2014 (€ 7,50/ Flasche)

3* Sauvignon Blanc ‘Steinbock’ Pfalz QbA 2014 (€ 7,80/ Flasche)

Paketpreis: Statt € 88,20 kostet das Willkommens-Paket der 2014er Jahrgänge nur € 79,00

AKTION gültig bis zum 15. März 2015 – solange Vorrat reicht!

Alle unsere Weine enthalten Schwefel und sehr viel Genuss.
Sollten Sie gegen Schwefel & Genuss allergisch sein, bitte fachlichen Rat einholen.


 

Aktion 'Frische Hörner'

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