Rückschau: VINO & KINO Herbst 2018

Seid über 20 Jahren sind wir immer am ersten Montag/ Dienstag im November mit unserem beliebten Dauerbrenner ‘Vino & Kino’ Stammgast im Hennefer Kurtheater.

Trotz eines respektablen Erfahrungsschatzes ist man jedoch vor Überraschungen nicht gefeit. So hat sich während der Montag-Veranstaltung ein digitaler Fehler in unseren Film ‘Ladybird’ eingeschlichen. Die Ausleuchtung der Bilder erinnerte eher an unsere ersten Vino & Kino Veranstaltungen im Jahr 1997, als wir noch mit alter Technik und schlechten Filmkopien der Verleiher kämpfen mussten. Leider lies sich das Problem weder lokalisieren, noch beheben, so dass wir am Dienstag auf den Film ‘Book Club’ wechseln mussten – und dieser strahlte dann in bestem Licht & Ton! Dass dann der Chef höchstpersönlich auch noch einen komplett falschen Wein in die Degustation der 24 Weine ‘eingebaut’ hat, lies sich dann schon eher lokalisieren – und natürlich auch beheben 😉 

Der aktuelle Sommer hat es uns eindrucksvoll bestätigt: Deutschland wird wärmer! Zwar konnten wir den ‘Vin0 und Kino November Temperaturrekord’ aus dem Jahr 2016 (tagsüber 22,3° Cel. !) nicht knacken, jedoch zeigte sich einmal mehr: Weisswein ist ein Ganzjahresthema! Publikumsliebling war hier ‘Dem Müller Franz sein Riesling’, ein Wein wo der Chef erheblich seine Finger mit ihm Spiel hat. Und nein: der Chef hatte diesen Wein weder an seinem Stand, noch hat er ihn besonders gepushed: dieser Wein musste sich ganz regulär gegen die anderen Weissen behaupten! (wobei der Chef auch den Verdicchio aus den Marken, den ‘Axpoint’ aus der Wachau und den Mount Riley New Zealand Sauvignon ganz grandios findet)

Ganz vorne in der Kundengunst bei den Rotweinen lag die spanische Fraktion. Italien mit seinen eckigen & kantigen Weine geht erfahrungsgemäß in Verkostungen immer als zweiter Sieger hervor. So wundert es auch nicht, dass der Barolo ‘Monvigliero’ von Bel Colle abgeschlagen auf dem letzten Platz landete: ätherische Noten, mordsmäßige Säure und massivstes Nebbiolo-Tannin sorgen dafür, dass dieser Piemonteser ‘anstrengend’ daher kommt. Nein, dieser Wein will sich nicht elegant präsentieren, er will sich nicht unterordnen, er will nicht in einer 24er Verkostung gefallen. Dieser Wein fordert die komplette und ungeteilte Aufmerksamkeit – und die hat er dann vom Chef um 1 Uhr nachts bekommen, als Hunderte von Gläsern gespült und mehrere Kubikmeter Equipment wieder verladen waren. ‘Füsse hoch mit Barolo’ – der Chef liebt seinen Beruf!